Ideale Verknüpfung: Stadtfest Singen und WM

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15. Hegau Bike-Marathon
15. UCI Mountainbike Marathon-Weltmeisterschaften

Das sportliche Highlight am 24. und 25. Juni ist eng verknüpft mit dem Stadtfest in Singen und besitzt deshalb auch rundherum sehr viel Anziehungskraft.

Multikulturell, sozial und selbstverständlich auch unterhaltend, so beschreibt sich das Stadtfest Singen, das vom 23. bis 25. Juni ausgerichtet wird. Als Tourismus-Destination in Bodensee-Nähe sind Singen und der Hegau natürlich auch international ausgerichtet. All das trifft auch auf die UCI Mountainbike Weltmeisterschaften zu, die am gleichen Wochenende im Rahmen des Hegau Bike-Marathon stattfinden. Insofern ist es logisch, dass man in Singen die beiden Events miteinander verknüpfen wird. Ganz bewusst und ganz gezielt, wie der Vorstandsvorsitzende von Singen-Aktiv Standortmarketing e.V., Dr. Gerd Springe, bei der PK deutlich machte.

„Der Einmarsch der über 30 Nationen endet an der Bühne beim Stadtfest und dort wird die WM offiziell eröffnet“, erklärt Stephan Salscheider, Geschäftsführer der organisierenden Agentur SKYDER SPORTPROMOTION. „Wir müssen uns bei den Organisatoren von Singen-Aktiv bedanken, dass wir diese Plattform bekommen.“

Zwei prominente WM-Teilnehmer saßen bei der Pressekonferenz mit am Tisch. Die dreifache Olympia-Medaillengewinnerin Sabine Spitz aus dem gar nicht so fernen Murg-Niederhof und der Sohn der Stadt Singen, Tim Böhme betonten die Bedeutung der WM aus ihrer Sicht.

Pressekonferenz in Singen. Foto © Kuestenbrueck

Sabine Spitz gehört zweifellos zu den Favoritinnen auf Edelmetall, respektive auf das begehrte Regenbogen-Jersey. „Die Strecke ist für Marathon-Verhältnisse speziell. Da muss man cool bleiben. Für mich ist die WM hier in Südbaden dieses Jahr das Highlight, keine Frage“, erklärte die 45-Jährige, die 2009 auch schon mal Marathon-Weltmeisterin war und 2015 in Singen den Europameistertitel gewonnen hat.

Tim Böhme grinst verschmitzt als er auf seine eigenen Chancen angesprochen wird. „Ich wage keine Prognose“, schüttelt er den Kopf. „Mein Frühjahr ist ziemlich holprig verlaufen, zuletzt war ich noch krank. Die Konkurrenz bei der WM ist so groß, dass ich ein sau starkes Rennen fahren kann und trotzdem nur 25. werde.“

Aber Böhme mag das Profil im Hegau und er kennt den Kurs wie kein Zweiter. „Das ist mein Wohnzimmer“, bestätigt er lachend.

BDR-Generalsekretär Wolf: Wichtig für die Sport-Entwicklung
Martin Wolf, Generalsekretär des Bund Deutscher Radfahrer, hob die Bedeutung von internationalen Großereignissen im eigenen Land hervor: „Es ist generell wichtig für die Sport-Entwicklung, dass wir in Deutschland Europa- und Weltmeisterschaften ausrichten. Die WM bekommt natürlich noch mal mehr Aufmerksamkeit und wir als Verband sind happy, dass sich Singen, der Hegau und die Skyder Sportpromotion darum verdient machen.“

Bürgermeister Bernd Häussler verwies auf die jetzt dann 15-jährige Geschichte des Hegau Bike-Marathon: „Das hätte bei den Planungen 2002 auch niemand gedacht, dass wir 2017 die WM hier haben werden.“

Auf www.hegau-bike-marathon.de finden Sie alle weiteren Informationen.

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  1. Alban Lakata feiert doppelt
    Annika Langvad holt sich das zweite Regenbogen-Jersey

    Die Dänin Annika Langvad und der Österreicher Alban Lakata triumphierten bei den 15. UCI Mountainbike Marathon-Weltmeisterschaften in Singen. Langvad schlug Sabine Spitz im Sprint, während sich Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Nor) Bronze holen konnte. Bei den Herren sprintete Alban Lakata gegen Titelverteidiger Tiago Ferreira (Por) und Daniel Geismayr (Aut) erfolgreich um seinen dritten Titel auf der Langdistanz.

    Alban Lakata und Tiago Ferreira waren die beiden Fahrer, die dem Rennen über 98 Kilometer am meisten ihren Stempel aufdrückten. Lakata erlebte zu Beginn eine schwierige Situation, die ihn erst einmal 30 Sekunden ins Hintertreffen brachte. Als er sich wieder nach vorne gekämpft hatte, entschied er sich offensiv zu fahren. „Ich wollte vorne bleiben und aggressiv fahren“, erklärte Lakata. Denselben Plan hatte auch Ferreira. „Ich wollte ein hohes Tempo gehen, weil das für mich besser ist“, so Ferreira. „Und es hat sich ausgezahlt, weil die Gruppe gesprengt wurde.“ Das war besonders nach etwa nach 70 Kilometer der Fall als Ferreira an einem kurzen Anstieg forcierte und eine neunköpfige Spitzengruppe damit auseinander dividierte.

    Außer den drei Medaillengewinnern konnte nur Mathieu van der Poel mitgehen. Der niederländische Mitfavorit musste aber bei der nächsten Verschärfung kapitulieren. „Ich war überrascht, dass Mathieu nicht mehr folgen konnte, aber er hat sich auch die ganze Zeit nur versteckt. Als wir dann zu dritt waren, wussten wir: jeder hat eine Medaille und haben zusammen gearbeitet“, berichtet Alban Lakata wie es weiter ging.

    Das Trio eröffnete erst einen Kilometer vor dem Ziel das Feuer. Lakata ging an die Spitzenposition und zog den Sprint mit seinem unglaublichen Stehvermögen durch zu seinem dritten Weltmeister-Titel – und das an seinem 38. Geburtstag. Er stemmte sein Bike in die Höhe und schüttelte den Kopf. „Es ist unglaublich, dreimal Weltmeister, das ist ein Traum. Ich wusste, wenn ich fokussiert bin, dann kann ich hier gewinnen. Heute wird aber richtig gefeiert.“

    Tiago Ferreira, der die Titelverteidigung nach 3:17:25 Stunden nur um eine Sekunde verpasste, zeigte sich als fairer Zweiter. „Alban war im Sprint zu stark, aber ich bin sehr glücklich über meine Silber-Medaille. Mein Plan ist aufgegangen, weil ich die Gruppe sprengen konnte“, sagte Ferreira.

    Für den zeitgleichen Daniel Geismayr war Bronze die erste WM-Medaille. Dass er Gold so knapp verpasste, darüber wollte er sich nicht ärgern. „Klar ist es schade, wenn man so nah dran ist. Aber ich bin einfach kein Sprinter. Ich bin sehr glücklich über Bronze, eine WM-Medaille war immer mein Traum“, meinte Geismayr.

    Damen: Annika Langvad stürzt und kommt zurück
    Bei den Damen kam es etwa 11 Kilometer vor dem Ziel zu einer etwas umstrittenen Situation. Die Einfahrt zum Singletrail am Heilsberg wollte Jolanda Neff als Erste nehmen, doch Annika Langvad drückte sich noch vorbei. Die Dänin stürzte allerdings 20 Meter später und lag neben dem Trail. Neff fuhr vorbei und auch Sabine Spitz. Als jedoch Gunn-Rita Dahle-Flesjaa passieren wollte, da blockierte Langvad beim Versuch eilig wieder aufs Bike zu kommen, die Spur. Das empfand Gunn-Rita Dahle-Flesjaa als „nicht fair“. Nichstdestotrotz konnte Annika Langvad bis zum letzten Anstieg am Plören, gut sechs Kilometer vor dem Ziel, die Lücke zu Spitz und Neff wieder schließen.
    Am Berg ging sie ein hohes Tempo und nur Spitz konnte folgen, zu Neff ging eine Lücke auf. Langvad und Spitz kamen gemeinsam auf den letzten Kilometer. Nachdem die Cross-Country-Weltmeisterin sich dann etwas zurück hielt, übernahm Sabine Spitz die führende Position. 500 Meter vor dem Ziel griff Langvad dann an. „Ich bin am Hinterrad geblieben“, berichtet Sabine Spitz „Aber ich hatte nicht die Geschwindigkeit, um noch mal vorbei zu gehen.“ So blieb der 45-Jährigen die Silbermedaille, ihre achte WM-Medaille auf der Langdistanz. „Ich habe mir nichts vorzuwerfen. In der ersten Runde habe ich zwar Tempo gemacht, aber ich denke nicht, dass das zu viel war. Ich wüsste nicht, was ich hätte anders machen sollen“, erklärte sie mit einem Lächeln. „Vor zwei Jahren habe ich hier bei der EM im Sprint gewonnen, jetzt habe ich verloren. So ist halt der Rennsport.“

    Annika Langvad, die erst kürzlich ihr Zahnmedizin-Studium abgeschlossen hat, zeigte sich fast erstaunt. “Ich wusste, es wird ein taktisches Rennen. Nach meinem Sturz musste ich wirklich kämpfen, um noch mal zurückzukommen. Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg. Es ist ein riesiger Bonus nachdem ich mein Studium abgeschlossen habe. Ich genieße das wirklich so sehr, es ist unglaublich.”

    Gunn-Rita Dahle-Flesjaa schaffte es noch auf den letzten paar hundert Metern an Jolanda Neff heranzufahren und ihr die Medaille zu entreißen. “Sie sah schon etwas steif aus und ich wusste, dass ich sie noch einholen kann. Es ist schade, mit der Situation im Singletrail, aber ich kann froh sein, dass ich noch Bronze gewonnen habe. Eine WM-Medaille ist eine WM-Medaille”, kommentierte die Norwegerin, für die es auch die achte WM-Medaille war.

    Zweitbeste Deutsche war Silke Ulrich. Die Deutsche Meisterin aus München belegte Rang acht (+1:17), ein Ergebnis, das die Rechtsanwältin kaum erwarten konnte. „Mir fehlen in Singen eigentlich die Berge“, hatte sie vorher Skepsis geäußert. Tatsächlich lag sie aber in der Spitzengruppe bis die zwischen Kilometer 50 und 60 auseinander flog.

    Auf hegau-bike-marathon.de findet man alle weiteren Informationen