Konzertsaison 2017/2018 in der Stadthalle Tuttlingen

#Tuttlingen

Stadthalle Tuttlingen: Mit zwei Konzert-Abos in die neue Spielzeit – Konzertsaison verspricht Orchesterkonzerte, große Stimmen und Kammermusikalisches – 2017/18 kommt Starsopranistin Marlis Petersen „nach Hause“ – International gefragte Ensembles und Lokalkolorit – Preisvorteil bis 40% mit Abo – Freiverkauf läuft

Tuttlingen – Reich gedeckt haben die Tuttlinger Hallen den Tisch in der neuen Spielzeit für Freunde der klassischen Musik: Acht Konzertabende in der Stadthalle Tuttlingen bieten die beiden festen Abo-Reihen „Konzert“ und „KonzertPlus“. Das Programm, für das erneut der Musiker und Dirigent Alban Beikircher Pate stand, verspricht ein ebenso hochkarätiges wie abwechslungsreiches Angebot an Kammer- und großen Orchesterkonzerten von Oktober 2017 bis Mai 2018. Der Bogen spannt sich von jungen Talenten im Xylinos Quintett oder in der Jungen Philharmonie Oberschwaben bis zu international gefragten Solisten und Ensembles wie Marlis Petersen, Christoph Soldan oder dem Smetana Trio und dem Windsbacher Knabenchor. Auch das im Vorjahr sehr gefragte kammermusikalische Angebot wird fortgeführt. Zur Wahl stehen zwei Konzertabonnements mit sechs bzw. acht Veranstaltungen, die jeweils 40% Preisermäßigung gegenüber den Einzelkarten bringen. Abos – und damit beste Plätze – können in der Ticketbox gebucht werden, Einzelkarten sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen zu haben.

Im vergangenen Jahr hatten Stadthallenchef Michael Baur und Alban Beikircher, der als künstlerischer Berater die Konzertabende in der Stadthalle Tuttlingen erstmals im vergangenen Jahr arrangiert hatte, das Angebot für Freunde klassischer Musik ausgebaut. Mit Erfolg: Das neue „KonzertPlus“-Abo gewann aus dem Stand viele AbonnentInnen und alle vier Kammermusikkonzerte waren ausverkauft. Daran haben die Programmmacher der Tuttlinger Hallen angeknüpft. „Wir halten das Niveau hoch, setzen hier und da überregional Akzente und denken schon, dass wir die Erwartungen unseres Publikums erfüllen können““, gibt sich Baur überzeugt. Tatsächlich bietet das Konzertprogramm gleich an mehreren Abenden internationales Format: Etwa wenn die weltweit gefragte Sopranistin Marlis Petersen nach vielen Jahren wieder ein „Heimspiel“ in der Stadthalle Tuttlingen bestreitet, noch dazu mit der in die Reihe der „Exzellenz-Orchester“ aufgenommenen Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. Oder wenn der Windsbacher Knabenchors erklingen, mit dem Smetana Trio eines der weltbesten Klaviertrios gastiert oder Pianist Christoph Soldan mit dem Kammerorchester der Stadt Bratislava konzertiert. „Wir hoffen natürlich, dass das Publikum den Mut bei der Programmgestaltung rechtfertigt“, so Michael Baur, der auf Zuwachs bei den Abo-Zahlen setzt.

Windsbacher Knabenchor. Foto © Mila Pavan

Zum Saisonauftakt kommt am 8. Oktober das Orchester mit der kürzesten Anreise: Die Junge Philharmonie Oberschwaben speist sich aus ambitionierten Musikschülern und Musikschülerinnen sowie jungen Künstlern und Künstlerinnen der Region Donau/Oberschwaben. Seit seiner Premiere im Oktober 2008 gelingt es dem von Alban Beikircher gegründeten, jugendlichen Symphonieorchester immer wieder, die Herzen seiner Zuhörer im Sturm zu erobern. In Tuttlingen umfasst das anspruchsvolle Konzertprogramm neben Edward Elgars berühmtem Marsch aus „Pomp and Circumstance“ (March Op.39, No.1) auch Kompositionen von Mendelssohn-Bartholdy, Rachmaninow und Sibelius sowie eine Auftragsarbeit von Wilfried Hiller.

Ein kammermusikalischer Höhepunkt der Konzertsaison wartet dann schon am 10. November mit dem Smetana Trio. Mit ihm gastiert eines der derzeit besten Klaviertrios erstmals in Tuttlingen. Das 1934 gegründete Ensemble, nach dem tschechischen Komponisten Bedřich Smetana benannt, stand bis 1978 unter der künstlerischen Leitung des Pianisten Josef Páleníček († 1991). Seit 2003 spielt das Smetana Trio in der Besetzung Jitka Čechová, Klavier, Hana Kotková, Violine und Jan Páleníček (der Sohn des legendären Gründers Josef Páleníček), Violoncello. Auf dem Programm stehen Klaviertrios von Bohuslav Martinů, Felix Mendelssohn-Bartholdy und – natürlich – der Namen gebende Bedrich Smetana.

Weiter geht es am 5. Dezember mit dem Windsbacher Knabenchor. Der gestaltet mit dem jungen, aber schon erfolgreichen Blechbläser-Ensemble Salaputia Brass das diesjährige Weihnachtskonzert mit Advents- und Weihnachtsliedern aus fünf Jahrhunderten. Das garantiert weihnachtliche Chormusik der Extraklasse! Stimmkultur wird im Windsbacher Knabenchor seit über 70 Jahren gepflegt. Der Chor gilt heute als eines der führenden Ensembles seiner Art weltweit. Kultivierter, homogener Chorklang mit leuchtenden Knaben -und weichen Männerstimmen, blitzsaubere Intonation und disziplinierte sprachliche Gestaltung zeichnen die Windsbacher aus.

Ein großes Orchesterkonzert bringt auch der 19. Januar: Die Württembergische Philharmonie Reutlingen zählt mit gutem Grund zu den Stammgästen der Tuttlinger Konzert-Aboreihe. Seit ihrer Gründung 1945 hat sich das Orchester längst einen Platz auf internationalem Parkett erspielt und im In- und Ausland mit Künstlern wie Lang Lang, Edita Gruberova, José Carreras, Ruggero Raimondi oder Thomas Hampson in den renommiertesten Sälen gespielt. Mit dem Konzert im Januar stellt sich Fawzi Haimor, der 34-jährige Amerikaner, als neuer Chefdirigent der Württembergischen Philharmonie vor. Er tut dies mit einem Programm aus Werken von Paul Dukas, Francis Poulenc und Darius Milhaud und George Gershwins „Ein Amerikaner in Paris“.

Am 4. Februar kommen dann vier Schlagwerker aus Hamburg, die den „kreativen Crossover“ aus Klassik, Jazz und Weltmusik beherrschen wie kaum eine andere Formation: Elbtonal Percussion dürfte mit seinem Programm „Urban Drums“ begeistern. Das Quartett knüpft darin geschickt die Fäden zwischen alten Meistern und modernen Konzertformen. Klassiker von Bach treffen auf Klassiker der Schlagzeugliteratur mit jüngerer Vergangenheit und elbtonale Original-Kompositionen. Virtuose und dynamische Musik für Schlaginstrumente trifft auf berauschende, verträumte Soundcollagen, die gemeinsam Grenzen aller Musikstile aufbrechen.

Das junge Berliner Holzbläserensemble Xylinos Quintett gründete sich 2014 um den Tuttlinger Florian Bensch (Fagott) und weitere Studierende der beiden Berliner Musikhochschulen. Seit 2016 sind seine Mitglieder Stipendiaten von “Live Music Now Berlin e.V.“. Das Ensemble trat mehrfach in der Reihe “Exzellenz-Konzerte” der HfM Berlin auf und wurde 2016/17 als Vertreter der Hochschule beim “Forum deutscher Musikhochschulen“ empfohlen. Werke von Taffanel, Hindemith, Ligeti und Reicha bilden das Programm des Kammermusikabends.

Am 28. April musiziert die Cappella Istropolitana mit Christoph Soldan (Leitung und Klavier). Gespielt werden u.a. Mozarts Divertimento in B-Dur, KV 137, und Mendelssohn Doppelkonzert für Violine und Klavier d-moll. Hier übernimmt Alban Beikircher den Violinpart. Cappella Istropolitana ist das Kammerorchester der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Gegründet 1983, verbindet seine höchst virtuosen Mitglieder die Begeisterung am gemeinsamen Spiel im Kammerensemble. Pianist und Dirigent Christoph Soldan (*1964 in Frankfurt/Main) studierte u.a. bei Christoph Eschenbach an der Musikhochschule Hamburg. Über eine gemeinsame Tournee mit Leonard Bernstein gelang ihm 1989 der internationale Durchbruch. Seither konzertiert Soldan solo und mit namhaften Orchestern in den wichtigsten Konzertsälen Europas, Mittelamerikas und Asiens.

Abschluss und Höhepunkt der Konzertsaison bildet dann am 25. Mai das gemeinsame Konzert von Marlis Petersen mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. „Höhepunkte aus Oper und Operette“ stehen auf dem Programm, wenn die große Sopranistin und das Exzellenzorchester unter der musikalischen Leitung von Markus Huber aufeinander treffen. Nach weltweit gefeierten Auftritten u.a. an der Wiener Staatsoper, an der Metropolitan Opera New York, bei den Salzburger Festspielen oder dem Megaron Athen gelang Petersen der endgültige internationale Durchbruch im März 2010, als sie innerhalb von zwei Tagen für die Premiere “Hamlet” in New York einsprang und vom Publikum und den Medien als „Retterin der MET“ gefeiert wurde. Auch als Konzertsängerin ist die frühere Tuttlingerin Marlis Petersen heute auf allen großen Podien der Welt zu Gast und arbeitete mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Lorin Maazel oder Christoph Eschenbach und Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem Mahler Chamber Orchestra oder dem Rundfunk Orchester Berlin zusammen. Von der Fachzeitschrift Opernwelt wurde die zwei Mal, 2004 und 2010, zur „Sängerin des Jahres“ gekürt.

Es gibt zwei Konzertabonnements: Das reguläre Konzert-Abo mit sechs Abenden (zu Preisen zwischen 84 und 135 €) oder das „KonzertAbo Plus“ mit allen acht Vorstellungen. Hier sind auch das Weihnachtskonzert und der Kammerkonzertabend mit dem Xylinos Quintett enthalten. Abos kosten hier zwischen 105 und 170 €, was einer Ersparnis von 92,70 € gegenüber den Einzelkarten entspricht. Sie können schriftlich bestellt oder ab 21. August auch wieder persönlich bei der Vorverkaufsstelle der Tuttlinger Hallen, der Ticketbox in der Königstraße 13 (beim „Runden Eck“) gebucht werden. Einzelkarten für alle genannten Veranstaltungen sind dort und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen des KulturTickets Schwarzwald-Baar-Heuberg in den Landkreisen RW, VS und TUT erhältlich. Ein telefonischer Kartenservice ist unter Tel. (07461) 910996 eingerichtet. Online gibt es Karten dann auch unter www.tuttlinger-hallen.de.

Promotion

PROMOTION