Trailerbare Sportboote auf der Interboot im Trend

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Trailerbare Sportboote unter zehn Meter Länge liegen auf der Interboot vom 23. September bis 1. Oktober im Trend

Mehr Freiheit und Flexibilität durch Daysailer

Friedrichshafen – Je größer eine Yacht ist, desto schneller und komfortabler sollte sie auch sein. Doch das bringt nicht nur Vorteile mit sich. Die logistischen Herausforderungen vom Transport bis zum Liegeplatz bilden immer höhere Hürden. Wer flexibler und selbstbestimmter segeln will, sucht sein Traumschiff im wachsenden Segment der so genannten Daysailer, die auch zu einem Tagesausflug mit Übernachtung an Bord geeignet sind. Eine breite Angebotspalette bietet die internationale Wassersport-Ausstellung Interboot. Vom 23. September bis zum 1. Oktober öffnet die Messe in Friedrichshafen am Bodensee zum 56. Mal ihre Tore.

Wer sein Boot im Frühjahr mit dem Auto aus dem Winterlager holen will, stößt in punkto Anhängelast und Breite an die Grenzen der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVO). Da die Gesamtlänge des Gespanns auf 18 Meter limitiert ist, sind trailerbare Yachten zumeist deutlich unter zehn Meter lang. Darunter fällt die Kategorie der Daysailer, obwohl fast alle Segelboote von sechs, sieben oder acht Metern Länge auch mit Kojen ausgestattet und auf Familientörns mit einer zwei- bis vierköpfigen Crew ausgelegt sind. Ein Daysailer kann also nicht nur am Tag benutzt werden, sondern sogar für eine mehrwöchige Reise durch offene Küstengewässer.

Die französische Großwerft Beneteau präsentiert am Bodensee zwei trailerbare Exponate aus der Feder des Rennkonstrukteure Finot-Conq. Die 6,40 Meter lange und 2,48 Meter breite First 20 wiegt leer nur 1.245 Kilogramm. Das mehr als 20 Jahre bewährte Erfolgsmodell wurde kontinuierlich modernisiert und bietet unter Deck ohne Trennwände und Maststütze erstaunlichen Wohnkomfort. Sie kostet unter 25.000 Euro netto. Die größere Schwester First 25 mit Hub- oder Festkiel gilt als Cruiser mit sportlichem Charakter. Ihre Seegängigkeit gibt auch bei Starkwind und Welle Sicherheit bei einem Nettopreis unter 50.000 Euro.

Sunbeam Yachts aus Mattsee in Österreich zeigt ihr im Vorjahr relaunchtes Einsteigermodell 22.1 sowie die 28.1. Die kleinste Sunbeam ist komplett auf Mobilität ausgelegt. Das aufholbare Ruder und das schwenkbare Ballastschwert zielen auf flache Reviere. Die Mastlegevorrichtung kann im Handumdrehen für Brückendurchfahrten genutzt werden. Die 8,50 Meter lange 28.1 wurde bewusst schlank gehalten und ist nur praktische 2,49 Meter breit, bringt aber ein Trailergewicht von 2,3 Tonnen auf die Waage. Sunbeam bezeichnet sie als Weekendsailer für den Kurzurlaub.

Sunbeam 28.1 am Wind. Foto: Sunbeam / Messe FN

Klein, aber oho – das war und ist schon seit ihrem Stapellauf das Motto der SeaScape 18, die auf nur 5,50 Meter Länge ein großes Cockpit und trotzdem noch eine kleine Kajüte bietet. Die Fans der Klassenvereinigung bezeichnen sie als hervorragenden Kompromiss zwischen Sportboot und Daysailer und berichten neben den Tagesregattaeinsätzen von langen Reisen auf der Nordsee, der Ägäis und mehr. Aus dem Erfolg der 18er entwickelten die slowenischen Bootsbauer die SeaScape 24. Die 7,30 Meter lange und 2,50 Meter breite Evolution hat vier statt zwei Kojen, gleitet aber schon bei Leicht- bis Mittelwind genauso rasant übers Wasser. Sie kommt als Europas Yacht des Jahres 2017 zur Interboot.

Nach der erfolgreichen Premiere voriges Jahr bringt Michael Tobler seine Saphire 27 aus der Schweiz erneut nach Friedrichshafen. Er erklärt allen Kunden schlüssig die Vor- und Nachteile einer schnelleren Sportversion im Vergleich zum CruiseModell. Der Kohlefasermast statt Aluminium mit einem im Topp nach achtern ausgestellten Großsegel sowie eine leichtere Bauweise wollen nicht nur bezahlt sein, sondern müssen auch gesegelt werden können. Tobler: „Was nützt dem Eigner eine anspruchsvollere Technik, wenn er sie nicht beherrscht.“

Auch echte Klassiker der Daysailer aus einer Zeit, als es die Bezeichnung noch gar nicht gab, dürfen auf der Interboot natürlich nicht fehlen. Auf die 20er-Jahre des vorigen Jahrhunderts geht der maximal 2,50 Meter breite 20er-Jollenkreuzer zurück, der auch 20qm-Jollenkreuzer genannt wird, obwohl er am Wind bis zu 30 Quadratmeter Segelfläche trägt. Erst als Wander- und später als Regattaboot konzipiert, ist er, besonders aus Holz entsprechend gepflegt, eine Augenweide. Ebenso formschön bei ähnlicher Historie sind auch die 30er- oder 30-qmSchärenkreuzer in der gesamten Bodenseeregion beliebt.

Die Interboot ist von Samstag, 23. September bis Sonntag, 1. Oktober 2017 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Die Tageskarte kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interboot.de

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Eine Antwort zu Trailerbare Sportboote auf der Interboot im Trend

  1. Spritzig und sonnig: Interboot läuft mit positiver Stimmung in ihren Heimat-Hafen ein

    Friedrichshafen – Boote, Boards und Bodensee – die 56. Auflage der Interboot präsentierte neun Tage lang den Wassersport in all seinen Facetten. 86 400 Besucher (2016: 90 500) ließen sich bei 461 Ausstellern aus 21 Nationen von den Neuheiten und Trends der Wassersportbranche inspirieren. „Die Interboot hat wieder einmal bewiesen, dass sie eine der wichtigsten Wassersportmessen in Europa ist und dass ein kaufkräftiges sowie bootsaffines Publikum nach Friedrichshafen kommt, sich informiert und vor allem auch kauft“, erklärt Messechef Klaus Wellmann. Testen und Mitmachen standen auf dem Messe-See und im Interboot Hafen direkt am Bodensee auf dem Programm. Anziehungspunkt war auch die stehende Welle in Halle B1, wo rund 500 Anfänger und Fortgeschrittene auf dem Surfbrett ihre Standfestigkeit unter Beweis stellten.

    Vom Stand Up Paddling Board bis zum Familienkreuzer, vom Kanu bis zum Daysailor – mehr als 500 Boote aller Größen und Formen sowie Zubehör und Trendsportgeräte standen in den acht Messehallen während der internationalen Wassersport-Ausstellung im Mittelpunkt. „Die Sonne schien für die Interboot und das in mehrfacher Hinsicht: Die Stimmung unter den Ausstellern war gut, die Besucher waren interessiert, die meisten kamen mit Kaufabsichten und am zweiten Wochenende war nochmal richtig viel los. Zudem hatten wir wetterbedingt optimale Testbedingungen im Hafen und auf dem Messe-See – wir sind zufrieden mit der 56. Auflage der internationalen Wassersport-Ausstellung“, resümiert Projektleiter Dirk Kreidenweiß. Gut angenommen wurde auch die neue Veranstaltung „Dein Job – Dein Moment“, bei der sich mehr als 200 Schüler der Klassen acht bis zehn über Berufe im Wassersport informierten.

    Eine positive Bilanz zogen auch die Aussteller: „Die Interboot ist für uns gut verlaufen, wir haben eine große Anzahl an Verträgen geschlossen und nach der Messe werden noch viele weitere dazu kommen. Die Interboot ist eine der besten Bootsveranstaltungen in Deutschland“, berichtet Hans Bakker, Sales Manager Sea Ray, Brunswick Netherlands B.V. Ähnlich sieht das Mike Broemel, Sales Manager Bavaria Yachtbau GmbH: „Die Interboot 2017 war eine gute und erfolgreiche Messe. Zwar waren in diesem Jahr gefühlt etwas weniger Besucher am Stand, dafür aber die richtigen. Wir haben einige Boote verkauft und erwarten ein gutes Nachmessegeschäft. Die Interboot ist eine wichtige Messe für uns, um neue Boote zu präsentieren und um die Schweizer zu erreichen. Die Stimmung war gut in Friedrichshafen.“ Gerhard Schöchl, Geschäftsführer Sunbeam Yachts OG ergänzt: „Wir machen einen messbaren Prozentsatz unseres Umsatzes auf der Interboot, dementsprechend ist sie eine wichtige Veranstaltung für uns. Die Fakten sprechen auch in diesem Jahr für eine gute Messe: Wir haben gleich viel verkauft wie im letzten Jahr, wir hatten gleich viele Kundenkontakte wie im letzten Jahr und wir freuen uns schon auf die kommende Interboot.“

    Direkt im Wasser befanden sich die 100 Ausstellungsstücke im Interboot Hafen am Ufer des Bodensees. Neun Tage lang wurden dort Motor-, Segel- und Elektro-Boote auf Herz und Nieren getestet. Als Ausgangspunkt für zahlreiche Regatten sowie BootTrainings- und -Erlebnis-Touren waren die Interboot Landestege sowie das Hafenzelt gut besucht. „Einsteigen, ablegen und Spaß haben“, hieß es bei der Kampagne „Start Boating“ am zweiten Interboot Wochenende: 773 Wassersportfans – mehr als bei allen anderen Start Boating Veranstaltungen bisher – stachen mit insgesamt zehn Booten motorisiert oder mit Segel sowie in unterschiedlicher Größe in See.

    Mit Boardslides, Frontflips, Moby Dicks und vielen weiteren Tricks begeisterten am vergangenen Sonntag die Teilnehmer des Wakeboard-Wettbewerbs „Team up with a Pro“ die Zuschauer und die Jury. Die Coaches Nadine Härtinger, Bene Tremmel und Tobias Dammith hatten am Freitag die Hobby-Boarder ausgewählt, am Samstag trainiert und traten am Sonntag mit ihren Teams gegeneinander an.

    Wassersport-Erlebnisse verspricht die nächste Interboot vom 22. bis 30. September 2018.