Der Dreißigjährige Krieg – Schauplatz Oberschwaben

#Ravensburg #Museum

9. November 2017 bis 1. April 2018
Museum Humpis-Quartier Ravensburg

DER 30-JÄHRIGE KRIEG: SCHAUPLATZ OBERSCHWABEN

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein europäischer Machtkonflikt und Religionskrieg zugleich: im Deutschen Reich standen der Kaiser und die katholische Liga den Fürsten und Städten der protestantischen Union gegenüber. Auf europäischer Ebene kämpfte der deutsche Kaiser aus dem Hause Habsburg zusammen mit den habsburgischen Mächten Österreich und Spanien gegen Frankreich und Schweden.

In Oberschwaben, in der Mitte Europas, prallten die Machtinteressen der europäischen Großmächte aufeinander: Hier war der Kaiser als Stadtherr der Reichsstädte, Lehensherr vieler Adelsfamilien, Oberhaupt der großen reichsunmittelbaren Klöster und Herr vieler österreichischen Besitzungen sehr präsent.

Genau hier griffen die Schweden und ihre Verbündeten den Kaiser an. 1631 eroberten schwedische Heere Adelsherrschaften, Klöster und Reichsstädte in Oberschwaben und am Bodensee. Wie viele andere Städte erhielt Ravensburg eine schwedische Besatzung. Von der Festung Hohentwiel aus kämpfte der Kommandant Konrad Widerholt mit französischer Hilfe gegen die beherrschende Stellung des Hauses Habsburg. Er wehrte fünf kaiserliche Belagerungen ab und beherrschte mit Gewalt und Terror den oberschwäbischen Raum.

F.U. Franck, Der geharnischte Reiter [1643]. Foto © Kunstsammlung der Fürsten von Waldburg-Wolfegg

Die Leidtragenden waren die Menschen, die den europäischen Machtkonflikt durch Einquartierung, Kriegskosten, Überfälle, Hunger und Seuchen hautnah miterlebten. Durch die nach der Schlacht von Nördlingen 1634 ausgebrochene Pest wurde Ravensburg mehr als einem Drittel seiner Bevölkerung beraubt, an manchen Tagen starben 40 Menschen. Der Westfälische Friede brachte 1648 das lang ersehnte Ende des Krieges. Mit ihm konnte eine Balance der Machtverhältnisse in Europa hergestellt werden. Er war ein wesentlicher Beitrag zum friedlichen Miteinander der Konfessionen.

Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über das gesamte Kriegsgeschehen. Dabei wird Oberschwaben und Ravensburg in den Zusammenhang des europäischen Machtkonflikts gestellt. Anhand beeindruckender Objekte lernen die Besucher die Hauptpersonen des Krieges, dessen Zerstörung, aber auch dessen Grausamkeit und menschliches Leid kennen.

Infos zu Begleitprogramm und Führungen unter http://www.museum-humpis-quartier.de

Museum Humpis-Quartier
Marktstraße 45
88212 Ravensburg
www.museum-humpisquartier.de

Öffnungszeiten
Di bis So 11 bis 18 Uhr
Do 11 bis 20 Uhr
24., 25. und 31. Dezember geschlossen

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