10 Jahre offene Grenzen: In der Vergangenheit und in der Zukunft vereint

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10 Jahre offene Grenzen: In der Vergangenheit und in der Zukunft vereint

Oberbürgermeister Uli Burchardt und Stadtpräsident Thomas Niederberger würdigten heute Mittwoch, 12. Dezember 2018, das 10-Jahr-Jubiläum des Schengen-Abkommens. Die beiden Stadtoberhäupter erinnerten an das historische Ereignis und die Bedeutung der seither offenen Grenze.

Am 12. Dezember 2008 begann die operative Zusammenarbeit der Schweiz und der EU im Rahmen der Sicherheits-, Visum- und Asylzusammenarbeit von Schengen und Dublin. Dies führte zur Aufhebung der Personenkontrollen an den Binnengrenzen des Schengenraums, also auch an der Grenze Kreuzlingen-Konstanz.

„Lange bevor das Schengen-Abkommen vor zehn Jahren in Kraft getreten ist, herrschten zwischen Kreuzlingen und Konstanz bereits Schengen-ähnliche Zustände“, erinnerte Stadtpräsident Thomas Niederberger anlässlich einer Medienkonferenz an der Kunstgrenze. Ein Polizeivertrag mit Deutschland erlaubte damals eine Zusammenarbeit, die teilweise über den heutigen Vertrag hinausgegangen sei. „Die Beziehung über die Landesgrenze war und ist jedoch in vielfacher Hinsicht eng und komplex. Unser Lebensraum kennt keine Grenzen und ist auf politischer, kultureller und gesellschaftlicher Ebene dem guten Gelingen verpflichtet“; sagte Stadtpräsident Niederberger. „Unsere Vorgänger – Stadtammann Josef Bieri und Oberbürgermeister Horst Frank – haben mit dem Abriss von Grenzzäunen den Weg geebnet und damit unsere gegenseitige Freundschaft und Verbundenheit symbolträchtig demonstriert.“

Würdigten das 10-jährige Jubiläum: Thomas Zehnder, Kommandant Grenzwachtregion II, Stadtpräsident Thomas Niederberger, Oberbürgermeister Uli Burchardt und Polizeioberrat Tobias Lehmann, Bundespolizeiinspektion Konstanz (v.l.).

Bereits 1999 hätten die beiden Städte damit begonnen, die Grenzzäune an der Grenzbachstraße abzureissen. 2006 folgte die Entfernung des Grenzzauns auf Klein Venedig. Nur ein Jahr später wurde auf dem rund 280 Meter langen Grenzabschnitt die Kunstgrenze mit 22 Skulpturen eingeweiht. Mit der Kunstgrenze etablierten die beiden Städte schliesslich eine weltweit einzigartige Grenzkultur, die sie bis heute fortführen. „Das ist vorbildlich für viele andere Städte auf der Welt“, so Burchardt und Niederberger.

Oberbürgermeister Burchardt erinnerte bei dem Medientermin an die Aktualität des Schengen-Abkommens: „Die Schweiz trat am 12.12.2008 dem Schengen-Raum bei – an diesem Tag rückten die europäischen Länder und ihre Bewohner noch ein Stück näher zusammen. Das heutige Datum erinnert uns an den Gedanken hinter dem Schengen-Abkommen, den wir uns besonders mit Blick auf die aktuellen Ereignisse wieder bewusst machen sollten: Ein Leben in einem freien und sicheren Europa, in einem gemeinschaftlichen Europa ohne Grenzen.“ Und Stadtpräsident Thomas Niederberger betonte: „Das Schengen-Abkommen folgte in der Reihe der historischen Meilensteine: Sie stärkten unsere Beziehung auf allen Ebenen. Darauf dürfen wir stolz sein und darauf müssen wir auch in Zukunft Sorge tragen.

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