Historische Weltkulturerbestadt im Vierländereck

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Historische Weltkulturerbestadt im Vierländereck

Die Legende berichtet, dass im Jahr 612 der irische Mönch Gallus im Steinachtal über eine Wurzel stolperte. Er entschloss sich dort zu bleiben und baute sich eine Hütte. Es gesellten sich Anhänger zu ihm und eine erste Kirche entstand im heutigen St.Gallen.

Das geistige Zentrum Europas
719 – ein Jahrhundert später wurde die Gallussiedlung von Otmar neu belebt. Daraus entstand das Kloster St.Gallen, welches mit seiner imposanten, doppeltürmigen Kathedrale zu einem bedeutenden geistigen Zentrum Europas wurde. Es war ein Hort der Kultur und eine Stätte von großer Strahlkraft. Aus dieser Blütezeit sind zahlreiche Handschriften und Urkunden erhalten. Sie sind für die Erforschung des Frühmittelalters von zentraler Bedeutung. Der St.Galler Klosterplan – die älteste Architekturzeichnung des Mittelalters – und das älteste deutschsprachige Wörterbuch gehören zu den kostbarsten Schätzen.

Zahlreiche Handschriften sind im Kloster entstanden und bis zum heutigen Tag dort verblieben. Touristenmagnet ist die 1758 errichtete Stiftsbibliothek, die zu den schönsten historischen Büchersälen der Welt zählt. Der Bestand der heute noch aktiven Bibliothek beträgt rund 170‘000 Bücher. Besondere Sehenswürdigkeiten sind der über zwei Meter hohe Globus aus dem 16. Jahrhundert und die ägyptische Mumie der Schepenese, die sich seit 1836 zusammen mit ihren Sarkophagen im Eigentum der Bibliothek befindet. Ihre Lebenszeit wird von ungefähr 650 bis 610 v. Chr. angegeben.

Auch aus architektonischer Sicht ist die Bibliothek eine wahre Kunstschatulle: Der prachtvolle, geschwungene Saal mit seinen ornamentierten Intarsienböden, den holzvertäfelten, säulengeschmückten Bücherschränken und reich stukkierten Deckengemälden ist ein barockes Gesamtkunstwerk. Die UNESCO erklärte 1983 den Stiftsbezirk mit der Stiftsbibliothek zum Weltkulturerbe.

Kathedrale St.Gallen. Foto © St.Gallen-Bodensee Tourismus

Original-Klosterplan aus dem 9. Jahrhundert feiert Weltpremiere
Der berühmte St.Galler Klosterplan aus dem 9. Jahrhundert wird ab Samstag, 13. April 2019 erstmals im Original zu sehen sein. Das Exponat wird im neuen Ausstellungssaal im St.Galler Stiftsbezirk, dem UNESCO-Weltkulturerbe, präsentiert. Das Pergament ist die früheste Darstellung eines Klosterbezirks aus dem Mittelalter. Er entstand vermutlich zwischen 819 und 826 im Kloster Reichenau am Bodensee und ist im Besitz der Stiftsbibliothek St.Gallen. Daneben gibt es weitere Schätze aus dem Stiftsarchiv und der Stiftsbibliothek zu entdecken, wie das älteste Professbuch aus der karolingischen Zeit des Klosters. Es enthält die Gelübde, welche Mönche beim Eintritt ins Kloster ablegten. Der Titel der Ausstellung lautet: Das Wunder der Überlieferung – Der St.Galler Klosterplan und Europa im Frühmittelalter.

Gallus und sein Kloster – 1400 Jahre Kulturgeschichte
Nebst der Stiftsbibliothek sowie dem neuen Ausstellungssaal wurde auch der Gewölbekeller, das Lapidarium, renoviert und erneuert. Am 20. Januar wird dieser mit der neuen Ausstellung «Gallus und sein Kloster – 1400 Jahre Kulturgeschichte» eröffnet.

Neuer Auftritt und ein Kombi-Ticket
Auch der Webauftritt der Stiftsbezirk wurde auf Anfang 2019 erneuert. Frisch und übersichtlich präsentiert sich der Stiftsbezirk neu unter www.stiftsbezirk.ch. Ab dem 13. April 2019 wird auch ein neues Kombi-Ticket für alle drei Ausstellungsräumlichkeiten angeboten. Ein attraktives Angebot für Besucherinnen und Besucher der Gallus Stadt.

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