Auch in der Fastenzeit zu sehen: die „Heiligen Leiber“ von Kloster Heiligkreuztal

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Kloster Heiligkreuztal

Auch in der Fastenzeit zu sehen: die „Heiligen Leiber“ von Kloster Heiligkreuztal

Eindrucksvolle Zeugnisse barocker katholischer Frömmigkeit: Das sind die reich geschmückten „Heiligen Leiber“ in Kloster Heiligkreuztal. Die Reliquien aus den römischen Katakomben wurden seit dem 17. Jahrhundert im einstigen Zisterzienserinnenkonvent verehrt. Auch während der Fastenzeit sind die Schreine der kostbar geschmückten Heiligenleiber geöffnet – ein eindrucksvolles Erlebnis dieser Zeugen der Gegenreformation.

MEISTERWERKE DES KLÖSTERLICHEN KUNSTHANDWERKS
Gold, Silber und Perlen, bestickter Brokat und Seidenstoffe: Wie königliche Sieger staffierten die Nonnen im Zisterzienserkloster von Heiligkreuztal ihre kostbaren Reliquien aus. Die geschmückten Knochen aus den römischen Katakomben wurden in bemalten Holzkästen präsentiert, deren Deckel man öffnen kann, um die verehrten Heiligen zu sehen: Man inszenierte die Reliquien so, als lägen sie in vollem Schmuck in ihren Sarkophagen in der Klosterkirche. Wenn an hohen Feiertagen die Klappen geöffnet wurde und hinter den Glasscheiben die ganze Pracht zu sehen war, muss die Wirkung auf die Gläubigen überwältigend gewesen sein.

Altheim Heiligkreuztal. Foto © Joachim Moll / SSG

EIN MONUMENT DER GEGENREFORMATION
Als die katholische Kirche im 16. Jahrhundert die Heiligenverehrung forcierte – eine Reaktion auf die Reformation mit ihrer nüchternen Konzentration auf Bibel und Predigt – erhielten auch die Nonnen von Heiligkreuztal eine reiche Ausstattung mit Reliquien. Ganze Skelette aus den römischen Katakomben erreichten das Donautal. Die frommen Zisterzienserinnen setzten ihren ganzen Ehrgeiz darein, die kostbaren Reliquien in Hüllen aus Samt und Seide, Golddraht und Perlen zu kleiden. Diese erstaunlichen „Heiligen Leiber“ sind in Heiligkreuztal in ihren bemalten Holzschreinen bis heute perfekt erhalten – das ist außergewöhnlich und macht Heiligkreuztal zu einem Monument von besonderer Bedeutung. Die raren Zeugnisse der barocken Reliquienverehrung sind jetzt wieder zu sehen – noch bis zu den Ostertagen.

SERVICE UND INFORMATIONEN
ÖFFNUNGSZEITEN KLOSTER HEILIGKREUZTAL
Kloster täglich 9.00 – 19.00 Uhr
Klosterkirche täglich 8.00 – 17.00 Uhr

FÜHRUNGEN IN KLOSTERKIRCHE UND MUSEUM
Telefon +49(0)73 71.96 11 20
fensterle.erich@t-online.de

WEITERE INFORMATIONEN
Klosterverwaltung Kloster Schussenried
Neues Kloster 1
88427 Bad Schussenried
Telefon +49(0)75 83.92 69 140
info@klosterschussenried.de
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