Ein Museum, das lebt

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Dornier Museum Friedrichshafen feiert Eröffnung vor 10 Jahren

Ein Museum, das lebt

Friedrichshafen – Das Dornier Museum ist seit zehn Jahren wichtiger und fester Bestandteil der Friedrichshafener Museums-Landschaft. Das größte Technik-Museum der Bodensee-Region, das das Lebenswerk von Luftfahrt-Pionier Claude Dornier würdigt, ist mittlerweile ein Publikumsmagnet: Jahr für Jahr kommen rund 100.000 Besucher zum futuristischen Hangar am Flughafen. Noch im Spätsommer wird die Millionen-Grenze erreicht.

Claude Dornier gehört zu den drei Unternehmern, die zu Zeiten der Industrialisierung die Wirtschaftsregion Friedrichshafen durch ihr Engagement geprägt haben. Zeppelin, Maybach und eben Dornier – diese drei Namen stehen für unternehmerischen Mut und technologischen Pioniergeist. Die Dornier-Unternehmensgeschichte ist die Geschichte der deutschen Luft- und Raumfahrt. Das alles spiegelt sich in den Ausstellungen des Museums wieder.

Die Idee zum privat finanzierten Dornier Museum kam von Silvius Dornier, Sohn des Unternehmensgründers Claude Dornier und Vater des heutigen Museumsdirektor David Dornier. Die Architektur des imposanten Museumsbaues stammt vom Büro AllmannSattlerWappner Architekten, München. Raimund Docmac, damals Projektleiter bei Atelier Brückner GmbH, Stuttgart, war der erste Museumsmacher. Die Gesamtinvestitionen für den Neubau lagen bei rund 30 Millionen Euro.

Gute Stimmung bei den Gästen: Prof. Dr. Horst Baier, Vorstand des Freundes- und Förderkreis Dornier Museum, Raimund Docmac, Ausstellungsgestalter und Architekt und Conrado Dornier (v.l.n.r.). Foto: Dorniermuseum

Das Museum war von Anfang an als Ort des Austausches und der Begegnung angelegt. Zahlreiche Großveranstaltungen – zum Beispiel die Do-Days – belegen Jahr für Jahr wie attraktiv die Luftfahrt für Jung und Alt ist. Hinzu kommen Informationsveranstaltungen von und für Experten, die inhaltlich nicht rückwärtsgewandt sind, sondern die neusten technologischen Entwicklungen aufzeigen.

David Dornier erinnerte in der gestrigen Festveranstaltung zum 10. Jahrestag der Eröffnung daran, dass Dornier der High Tech-Konzern in dieser Region war, der als letzter eigenständiger Luft- und Raumfahrtkonzern in Deutschland als Systemführer in der Lage war, eigenständig ein Flugzeug komplett zu entwickeln und zu produzieren. Und er betonte: „Dornier lebt heute in vielen anderen Konzernen und Firmen weiter!“ Um das zu beweisen, reicht ein Blick aus dem Museumsfenster auf das Rollfeld des Friedrichshafener Flughafen. Die skandinavische Airline Sunair hat zwei Dornier 328-Maschinen, die Düsseldorf und Hamburg direkt anfliegen, in Friedrichshafen stationiert.

Ein Museum, das lebt, muss sich weiterentwickeln. Und dafür sorgt neben Museumsdirektor David Dornier vor allem Ausstellungsleiterin Julia Menzer. Sie hat auch die neue Ausstellung „Von A bis Z. Eine Reise zu den Schätzen des Archivs“ konzipiert. Der 10. Jahrestag der Eröffnung wird zum Anlass genommen, einige besondere Exponate, die ansonsten im Archiv lagern, in einer Sonderausstellung zu präsentieren. Insgesamt verfügt das Dornier Museum über rund 10.000 Ausstellungsstücke.

Weitere Aktivitäten zur Steigerung der Attraktivität stehen an. Zum Beispiel die Neukonzipierung der Raumfahrt-Abteilung. Das Dornier Museum feierte das Jubiläum mit einer öffentlichen Veranstaltung im Hangar des Museums. Festredner waren Landrat Lothar Wölfle, Dr. Bernd Sträter, Stiftungsratsmitglied der Dornier Stiftung für Luft- und Raumfahrt, sowie Prof. Dr. Horst Baier, Vorstand des Freundes- und Förderkreises Dornier Museum für Luft- und Raumfahrt e.V.

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