Die neue Theatersaison in der Stadthalle Tuttlingen

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DIE Die neue Theatersaison in der Stadthalle Tuttlingen

Tuttlingen – Mit einem vielseitigen Angebot für Theaterfreunde und alle, die es (wieder) werden wollen, geht die Stadthalle Tuttlingen im Oktober in ihre 18. Spielzeit: Sechs Theaterabende umfasst das Abo für die Saison 2019/20. Auf die Bretter bringen die Tuttlinger Hallen spannende Stoffe, renommierte Bühnen und bekannte Schauspielstars. Das Theaterabonnement garantiert dabei Theatergenuss mit erheblichen Preisvorteilen. Vom Saisonauftakt mit der Bühnenversion des Kinohits „Aus dem Nichts“ über die preisgekrönte, hoch gelobte Produktion „Hildegard von Bingen – Die Visionärin“ bis hin zur Premiere des Berliner Kriminaltheaters oder Starschauspielern wie Volker Zack und Stefan Jürgens spannt sich der Bogen in der neuen Spielzeit.

Das Theaterprogramm der Stadthalle Tuttlingen für die neue Spielzeit folgt der Linie der Vorjahre und verspricht eine Mischung aus Unterhaltsamem, Nachdenklichem und Ernstem. Mit „Bühnenkunst in ihren unterschiedlichsten Facetten vom Klassiker bis zu modernen Stoffen“, wie Stadthallen-Geschäftsführer Michael Baur meint, will das Haus alte und neue Zuschauer ins Theater locken. Los geht es am Mittwoch, 16. Oktober, mit dem Politthriller „Aus dem Nichts“ nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin. Das EuroStudio Landgraf, regelmäßiger Gast in der Stadthalle Tuttlingen, wagt sich wieder an die Bühnenadaption eines Kinohits (der Film erhielt 2018 den Golden Globe 2018 als bester nicht-englischsprachiger Film, Prädikat »besonders wertvoll«). Opulent besetzt mit 11 Mitwirkenden, darunter Anna Schäfer, Mathias Kopetzki und Christian Meyer wird eine Geschichte mit Parallelen zum NSU-Mordprozess erzählt, ein emotionales Drama über Verlust und Trauer, das noch lange beschäftigt.

Aus dem Nichts – Anna Schaefe. Foto © Bernd Brundert

Am Dienstag, 10. Dezember, kommt mit „Hildegard von Bingen – Die Visionärin“ großes Theater auf die Bühne: Das Schauspiel von Susanne Felicitas Wolf, inszeniert von Theaterlust München, zeichnet das Portrait einer großen Frauengestalt. Hildegard von Bingen war eine der bedeutendsten Frauen der Weltgeschichte und eine der größten geistlichen Autoritäten des mittelalterlichen Europas. Das Theaterstück mit der herausragenden Anja Klawun in der Hauptrolle zeichnet den Lebensweg dieser außergewöhnlichen Frau nach und verspricht einen Abend mit Schauspiel, Gesang und Livemusik und einem Stück über Liebe, Glauben, Wahrheit und beeindruckende Menschlichkeit, wenn belegte biographische Wirklichkeit und fiktionale Elemente auf der Bühne zu einem faszinierenden Ganzen verschmelzen.

Am Sonntag, 26. Januar, folgt das Theaterstück „Der rechte Auserwählte“: Die Hamburger Kammerspiele bringen mit ihrer mit Volker Zack und Stefan Jürgens Star besetzten Inszenierung des sarkastischen und hochpolitischen Stück von Eric Assous (“Achterbahn”, “Unsere Frauen” u.a.) ein Werk von einem der bekanntesten Dramatiker unserer Zeit auf die Bühne, das in einem luxuriösen Loft im Pariser Bastille-Viertel spielt. Dort empfangen Melanie und Greg (seit zwölf Jahren verheiratet, zwei Kinder) Gregs alten Freund Jeff zum Abendessen (steinreich, überreizt, deprimiert, ein ewiger Einzelgänger). Überraschend kommen auch Charline, eine alte Freundin Melanies, und ihr neuer Verlobter Noel aus New York dazu. Und schnell zeigt sich, dass mit dem unbekannten Verlobten irgendetwas nicht stimmt …

Mit „Passagier 23“ hat Christian Scholze einen Krimi von Bestsellerautor Fitzek (Gesamtauflage rund 8 Millionen, „Amokspiel”, „Der Seelenbrecher”, „Der Augensammler” u.a.) fürs Berliner Kriminal Theater für die Bühne bearbeitet: der Psychothriller kommt am Donnerstag, 5. März, nach Tuttlingen und verspricht einen spannenden Theaterabend, der auf einem Kreuzfahrtschiff spielt, auf dem ein Mädchen auftaucht, das vor einem halben Jahr mit seiner Mutter verschwand. In ihrem Arm hält sie einen Teddybären. Und es ist nicht ihr eigener. Er gehörte dem Sohn des Polizeipsychologen Martin Schwartz, dessen Sohn mit seiner Frau auf eben diesem Kreuzfahrtschiff fünf Jahre zuvor verschwand …

2008 meldete die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz an. Der größte Unternehmenscrash in der US-Geschichte erschütterte weltweit die Finanzmärkte. Der Name Lehman wurde zum Symbol eines ungezügelten, dem Untergang geweihten Kapitalismus. Am Mittwoch, 25. März, erobert die Thematik die Theaterbühne: mit Stefano Massinis „Lehmann Brothers – Aufstieg und Fall einer Dynastie“ gastiert das a.gon Theater aus München, das ein eindringliches Theaterepos inszeniert hat, das in einer Mischung aus Erzählung und szenischem Spiel temporeich und mit subtilem Humor durch eineinhalb Jahrhunderte Zeitgeschichte führt – vom atemberaubenden Aufstieg dreier geschäftstüchtiger jüdischer Brüder aus einem Dorf bei Würzburg zur Dynastie und von einem Scheitern, das ein ganzes System weltweit ins Wanken bringt … Eine Familiensaga und gleichzeitig ein Stück Wirtschaftsgeschichte im Zeitraffer!

Den Saisonabschluss bildet schließlich am Mittwoch, 22. April, eine Komödie von Molière: Das Neue Globe Theater, Potsdam, bringt „Die Streiche des Scapin“ und damit Commedia dell’arte in Reinkultur und ein höchst amüsantes Theaterspektakel voller Spielwitz, geistreicher Seitenhiebe und Ironie. Für Molières Truppe wurde sein Spätwerk aus dem Jahr 1671 zum Kassenschlager und gehört seither zu den meistgespielten Stücken des französischen Theaters. Seinen “Scapin” führt das Neue Globe Theater nicht einfach nur im klassischen Gewand auf, sondern als Theater im Theater, das sich mit der “geforderten Unterhaltung um jeden Preis“, einer gerade auch in der heutigen Zeit gültige Unsitte des Kulturbetriebs, auseinandersetzt. Ein Stück also auch über die Pannen und Anekdötchen der Theaterschaffenden zu allen Zeiten, ein augenzwinkernder Blick hinter die Kulissen eines fahrenden Theaters und ein Fest für die Vollblutkomödianten eines spielfreudigen Ensembles!

Mit dem Theater-Abo mit seinen sechs Stücken lassen sich bis zu 66,40 € gegenüber den regulären Eintrittspreisen sparen und Theater schon ab 15 € pro Abend genießen. „Wir freuen uns über großen Zuspruch der bisherigen AbonnentInnen und hoffen, dass sich auch neues Publikum von diesem wirklich attraktiven Spielplan begeistern lässt“, wirbt Geschäftsführer Michael Baur für das Theaterprogramm. „Und wenn jemandem nicht alle Theaterabende zusagen, gibt’s auch das Wahlabo mit rund 25% Preisermäßigung.“

Theaterabos können jetzt zu Preisen zwischen 92 und 125 € für alle sechs Vorstellungen bei der Vorverkaufsstelle der Tuttlinger Hallen, der Ticketbox in der Königstraße 13 (beim „Runden Eck“) gebucht werden. Einzelkarten für alle Theaterabende sind dort und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen des KulturTickets Schwarzwald-Baar-Heuberg in den Landkreisen RW, VS und TUT dann ab Montag, 26. August, 10 Uhr erhältlich. Ein telefonischer Kartenservice ist unter Tel. (07461) 910996 eingerichtet. Online gibt es Karten dann auch unter www.tuttlinger-hallen.de.

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