Tuttlingen: Konzertsaison 2019/20

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Tuttlingen: Konzertsaison 2019/20

Stadthalle Tuttlingen: Zwei Konzert-Abos für die neue Spielzeit zur Auswahl – Konzertsaison verspricht Orchesterkonzerte, große Stimmen und kammermusikalische Sahnestücke
Tuttlingen. Reiche Auswahl bescheren die Tuttlinger Hallen in der neuen, im Oktober beginnenden Spielzeit den Freunden der klassischen Musik: Acht Konzertabende in der Stadthalle Tuttlingen sind bis Mai 2020 in den beiden Abo-Reihen „Konzert“ und „KonzertPlus“ zu erleben. Das Programm, das erneut in enger Kooperation mit Geiger und Dirigent Alban Beikircher (Bad Saulgau) entstand, verspricht ein hochkarätiges und abwechslungsreiches Angebot an Kammermusik und großen Orchesterkonzerten bis Mai 2019. Der Bogen spannt sich von jungen Talenten im Landesjugendorchester, die auch Lokalkolorit ins Programm bringen, bis zu international gefragten Top-Solisten und -Ensembles wie Cellist Alban Gerhardt, der Philharmonie Pilsen, dem Stuttgarter Kammerorchester unter Thomas Zehetmair oder dem Jazzchor Freiburg. Einen ganz besonderen Akzent setzt im Beethoven-Jahr 2020 der Auftritt des Hagen Quartetts, das als eines der besten Streichquartette der Welt gilt. Zur Wahl stehen zwei Konzertabonnements mit sechs bzw. acht Veranstaltungen, die jeweils 35% Preisermäßigung gegenüber den Einzelkarten bringen. Abos – und damit auch die besten Plätze – können bereit jetzt in der Ticketbox gebucht werden, Einzelkarten sind ab kommenden Montag, 26. August, an allen bekannten Vorverkaufsstellen zu haben.

Geschäftsführer Michael Baur und der künstlerische Berater für die Konzertabende in der Stadthalle Tuttlingen, Alban Beikircher, präsentieren ein spannendes und vielfältiges Angebot für Freunde klassischer Musik. Es kann in zwei Abos mit sechs oder acht (das sog. „KonzertPlus“-Abo) Abenden gebucht werden. Orchester- und Kammermusikkonzerte haben die Programmmacher der Tuttlinger Hallen gebucht, mit denen sie „das Niveau hoch halten und hier und da überregional Akzente setzen“ möchten, so Baur, der sich ein Publikum wünscht, „das Spaß hat, mit uns auch einmal nicht ausgetretenen Wege zu beschreiten“. Tatsächlich bietet das Konzertprogramm immer wieder internationales Format: Etwa wenn Starsolist Alban Gerhardt (Violoncello) mit dem Stuttgarter Kammerorchester konzertiert, das renommierte Hagen Quartett gastiert oder der Jazzchor Freiburg seine Premiere in der Stadthalle Tuttlingen gibt. „Wir hoffen natürlich, dass das Publikum den Mut bei der Programmgestaltung rechtfertigt“, so Michael Baur, der angesichts der Klasse des Programms erneut gegen den Trend auf einen Zuwachs bei den Abo-Zahlen hofft.

Foto © Alban Beikicher


Zum Einstieg in die neue Konzertsaison spielt am 6. Oktober ein junges, gleichermaßen begeisterungsfähiges und begeisterndes wie virtuoses Ensemble und einem Programm u.a. mit Werken von Ernest Chausson und Johann Strauss: Die Junge Philharmonie Oberschwaben war unter der Leitung von Alban Beikircher schon mehrfach in Tuttlingen zu Gast. Jedes Mal überzeugten die Musikerinnen und Musiker der JPO mit Können und leidenschaftlicher Begeisterung ihr Publikum. Das philharmonische Orchesterprojekt setzt sich aus ambitionierten Musikschülern und Musikschülerinnen nicht nur der Region Oberschwaben zusammen – auch junge Musikerinnen und Musiker aus Tuttlingen und Umgebung sind dabei. Sie erarbeiten sich seit 2008 unter professioneller Anleitung jährlich ein neues, anspruchsvolles Konzertprogramm, das auch eine Auftragskomposition umfasst. 2016 wurde das JPO mit dem Kulturpreis des Landkreises Sigmaringen ausgezeichnet.

Einen „stillen Star“ der Klassikszene, dem Aufsehen um seine Person eher unangenehm scheint und der gerne die Musik sprechen lässt, bringt der 15. November mit Bernd Glemser: Seinen Solo-Klavierabend überschreibt der in Dürbheim aufgewachsene Pianist mit „Romantische Charakterstücke“. Felix Mendelssohn-Bartholdy, Sergej Rachmaninoff und Frédéric Chopin stehen auf dem Programm, das “der deutsche Klaviermagier seiner Generation“ (Badische Zeitung) bei seinem Klavierrezital zur Aufführung bringt. Mit seinen tiefgründigen Interpretationen und seiner atemberaubenden Virtuosität begeisterte Glemser schon mehrfach in der Stadthalle, wo es zu den gern gehörten Stammgästen zählt.

Einen Saisonhöhepunkt, vor allem für Freunde der Vokalkunst, verspricht der 6. Dezember. Das Programm “From Day to Day – Jazz, Swing und Weltmusik” vom Jazzchor Freiburg verspricht ein außergewöhnliches Weihnachtskonzert und einen Chor auf Weltklasse-Niveau unter der Leitung von Bertrand Gröger. Für das Fachmagazin Vokalklang ist der Jazzchor Freiburg „die Mutter aller Pop-/ Jazzchöre“. Er bringt Menschen mit unterschiedlichen musikalischen Interessen und Hörgewohnheiten zusammen – Jazzliebhaber, Chorfans, Klassikpublikum – und das weltweit! Eigens fürs Tuttlinger Konzert erklingen auch klassische Weihnachtslieder im Swinggewand.

Weiter geht es im neuen Jahr, am 17. Januar, mit German Hornsound. „#hornlikes“ überschreiben Christoph Eß, Timo Steininger, Sebastian Schorr und Stephan Schottstädt das Programm mit ihren Lieblingsstücken. Die vier exzellenten Hornisten, die alle in der Hornklasse von Christian Lampert an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart studierten und heute in professionellen Orchestern arbeiten, kennen sich seit ihrer Kindheit und gründeten 2009 ihr Hornquartett. Nach dem Debüt in der der Elbphilharmonie Hamburg im April kommen sie jetzt erstmals nach Tuttlingen.

Ein Orchesterkonzert mit einem weltberühmten Solisten bringt dann der 15. Februar: Das Stuttgarter Kammerorchester spielt mit Alban Gerhardt (Violoncello) und unter Leitung von Thomas Zehetmair. Gerhardt gehört für die Süddeutsche Zeitung „zu den Weltbesten nicht nur seiner Generation“. Nach frühen Wettbewerbserfolgen begann die internationale Karriere Alban Gerhardts im Jahr 1991 mit seinem Debüt bei den Berliner Philharmonikern. Das Stuttgarter Kammerorchester begeistert seit über 70 Jahren durch seine Verbindung von Tradition und Entdeckergeist und wird ab der Saison 2019/2020 vom gefragten Violinisten Thomas Zehetmair als Chefdirigent geleitet. Auf dem Programm stehen Werke von Ernst Krenek, Robert Schumann (Konzert für Violoncello a-Moll in der Fassung für Streichorchester) und Franz Schubert („Der Tod und das Mädchen“).

Am 21. März kommt dann mit dem Hagen Quartett ein Konzert zum Beethoven-Jahr, das klangvoller nicht sein könnte. Der Geburtstag von Ludwig van Beethoven (*1770, †1827) jährt sich im Dezember 2020 zum 250. Mal – und Tuttlingen feiert das Komponistengenie mit dem Gastspiel eines internationalen Spitzenensembles und den Streichquartetten Nr. 3 D-Dur op. 18 Nr. 3, Nr. 2 G-Dur op. 18 Nr. 2 und Nr. 14 cis-Moll op. 131. Das in den 1970er-Jahren in Salzburg gegründete, vielfach ausgezeichnete Hagen Quartett (u.a. Ehrenmitgliedschaft des Wiener Konzerthauses, mehrere ECHO Klassik Preise) gehört zu den wenigen Ensembles, die es auf dem internationalen Kammermusikmarkt ganz nach oben geschafft haben. Seit 1987 musizieren sie in derselben Besetzung mit den Geschwistern Lukas (Violine), Clemens (Violoncello) und Veronika Hagen (Viola) sowie dem zweiten Geiger Rainer Schmidt. Eine besondere Anerkennung wurde dem Hagen Quartett 2013 zuteil, als ihnen nach der Auflösung des Tokyo String Quartets dessen nach dem Geiger Niccolò Paganini benannten vier Stradivari-Instrumente zur Verfügung gestellt wurden.

Mit einem großen Orchesterkonzert geht es dann weiter am 26. April, wenn die Philharmonie Pilsen auf Solist Alban Beikircher (Violine) trifft. Das letzte Orchesterkonzert der Saison bringt unter der Leitung von Ronald Zollman u.a. Ermanno Wolf-Ferraris selten gespieltes Violinkonzert D-Dur op. 26, eine musikalische Liebeserklärung an die Geigerin Guila Bustabo. Die traditionsreiche Philharmonie Pilsen, gegründet 1946 als Pilsner Rundfunkorchester, erspielte sich im Laufe der Jahrzehnte internationales Renommee als eines der anerkanntesten tschechischen Orchester. Der in Bruneck (Südtirol) geborene Geiger Alban Beikircher absolvierte sein Hochschulstudium bei Prof. Joshua Epstein in Saarbrücken sowie an der Guildhall School of Music and Drama in London und konzertierte international in renommierten Häusern und auf Festivals weltweit als Solist, mit namhaften Orchestern oder bei kammermusikalischen Auftritten.

Den Abschluss der Konzertsaison bildet dann am 16. Mai eine Premiere: das „Wandelkonzert“ von Prof. Robert Lehrbaumer findet an zwei Orten statt, das Publikum zieht in der Pause um. Der erste Programmteil wird an der Orgel in der Kirche St. Gallus gespielt, der zweite am Flügel in der Stadthalle Tuttlingen. Die Werke von Johann Sebastian Bach, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Liszt interpretiert der Wiener, der weltweit Erfolge als Dirigent, Pianist und Organist feiert, bei seinem „Doppel-Auftritt“ an Orgel und Klavier. Seine faszinierenden musikalischen Gegenüberstellungen kommentiert Lehrbaumer eloquent auf charakteristische “Wienerische Art” in anregenden Erklärungen und intensiviert so das Konzerterlebnis für das Publikum.

Es gibt für die Saison 2019/20 zwei Konzertabonnements: Das reguläre Konzert-Abo mit sechs Abenden (zu Preisen zwischen 94 und 130 €) oder das „KonzertAbo Plus“ mit allen acht Vorstellungen (hier reichen die Preise von 125 bis 173 € und hier sind auch das der Jazzchor Freiburg und das Stuttgarter Kammerorchester und Alban Gerhardt enthalten): Die Ersparnis gegenüber den Einzelkarten beträgt beim 6er-Abo bis zu 69,10 €, beim 8er-Abo bis zu 93,20 €. Abos können schriftlich bestellt oder ab sofort auch wieder persönlich bei der Vorverkaufsstelle der Tuttlinger Hallen, der Ticketbox in der Königstraße 13 (beim „Runden Eck“) gebucht werden. Einzelkarten für alle genannten Veranstaltungen sind dort und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen des KulturTickets Schwarzwald-Baar-Heuberg in den Landkreisen RW, VS und TUT dann ab Montag, 26. August, 10 Uhr erhältlich. Ein telefonischer Kartenservice ist unter Tel. (07461) 910996 eingerichtet. Online gibt es Karten dann auch unter www.tuttlinger-hallen.de.

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