Ein koreanischer Weltstar lädt zum Heimspiel

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Die Flötistin Jasmine Choi ist die Solistin des zweiten Abokonzerts

Ein koreanischer Weltstar lädt zum Heimspiel

Bregenz – An den beiden Abenden in Feldkirch (19.) und Bregenz (20.10.) stehen Werke von Robert Schumann, Carl Reinecke und Joseph Haydn im Mittelpunkt. Als Solistin tritt die in der Landeshauptstadt wohnende Jasmine Choi auf – eine Künstlerin, die Konzertsäle auf der ganzen Welt füllt. Bruno Weil dirigiert das Symphonieorchester Vorarlberg. Jasmine Choi ist eine Ausnahmeerscheinung: Die Korean Times nannte sie einst „Göttin der Flöte“, das britische Sinfini Magazine kürte sie zu einer der zehn besten Flötistinnen und Flötisten aller Zeiten. Ihre technische Brillanz und Bühnenpräsenz bringen Kritiker und Publikum gleichermaßen ins Schwärmen.

Verbundenheit mit dem Symphonieorchester Vorarlberg
In eine Familie mit professionellen klassischen Musikern hineingeboren, entdeckte Choi im Alter von neun Jahren ihre Leidenschaft für die Querflöte. Sie verließ ihre südkoreanische Heimat und ging in die Vereinigten Staaten. Dort setzte sie ihre Ausbildung an renommierten Universitäten – dem Curtis Institute of Music in Philadelphia sowie der Juilliard School in New York City – fort. Nach einem Engagement beim Cincinnati Symphony Orchestra übersiedelte sie nach Europa und wurde Erste Flötistin der Wiener Symphoniker. Seit einigen Jahren lebt sie in Bregenz. Von hier aus bricht sie zu Konzerten auf der ganzen Welt auf. Bei „Mahlers Achter“, dem letzten Abokonzert der Saison 2018/19, war sie Teil des Symphonieorchester Vorarlberg (SOV). Zum zweiten Abokonzert der neuen Saison kehrt sie nun als Solistin zurück. „Die Musiker des SOV fühlen eine große Verbundenheit zu Jasmine Choi“, sagt Geschäftsführer Sebastian Hazod.

Die Flötistin Jasmine Choi stammt aus Südkorea. Quelle: Symphonieorchester Vorarlberg / Jasmine Choi

Preisgekrönter Dirigent
Geleitet werden die beiden Konzerte von Bruno Weil – „einem hervorragenden Kenner der Wiener Klassik, der musikalischen Heimat des Symphonieorchester Vorarlberg“, erklärt Hazod. Der deutsche Dirigent ist erster Gastdirigent des Bruckner Orchester Linz und arbeitete unter anderem mit den Wiener und Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Dresden, den Wiener Symphonikern, dem Boston Symphony Orchestra oder dem NHK. Zudem war er beispielsweise an der Wiener Staatsoper und der Semperoper Dresden tätig. 1997 wurde Bruno Weil als „Dirigent des Jahres“ mit dem Deutschen Schallplattenpreis – Echo Klassik ausgezeichnet. An der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in München sowie am Salzburger Mozarteum unterrichtet er Dirigieren.

Ins Rampenlicht
Joseph Haydn (1732 – 1809) stand im Schatten seiner großen Zeitgenossen Mozart und Beethoven. Er starb nicht so jung wie der eine, war nicht taub wie der andere – so gehörten die Schlagzeilen hauptsächlich den Musikerkollegen. Aus diesem Schatten holt das Symphonieorchester Vorarlberg Haydn. Während Haydns Zeit als Kapellmeister beim Fürsten Esterházy in Eisenstadt entstand dieses Stück. Es brachte eine formale Neuheit: Der Beginn des Werkes findet sich ganz am Ende des Finales wieder. Dem fürstlichen Wunsch entsprechend trägt die Symphonie einen Beinamen aus der Jagdwelt: „Mit dem Hornsignal“.

Zeitgenossen Schumann und Reinecke
Zur Eröffnung des Abends erklingen Ouvertüre, Scherzo und Finale aus der Feder von Robert Schumann (1810 – 1856). Bei diesem im Jahr 1841 entstandenen Werk hatte der Komponist selbst Mühe, den richtigen Titel zu finden. Er schwankte zwischen „Suite“, „Symphoniette“ und „Sinfonietta“, konnte sich aber für keinen der drei Begriffe entscheiden. So blieb es bei der etwas sperrigen Bezeichnung für ein Stück, das in einer glücklichen Phase voller Schaffensdrang entstand. Ein Jahr zuvor hatte er endlich Clara Wieck heiraten können – eine virtuose Pianistin, die später selbst als Komponistin und Interpretin der Werke ihres Gatten von sich reden machen sollte. Robert Schumann war eines der Vorbilder des heute vergessenen Carl Reinecke (1824 – 1910). Die beiden verband auch eine Freundschaft. Der Hamburger Reinecke begann seine Karriere als Pianist und leitete 35 Jahre lang das Gewandhausorchester in Leipzig. Kurz vor seinem Tod schuf er zahlreiche Kompositionen. Eine davon ist das Flötenkonzert D-Dur, das Jasmine Choi interpretieren wird.

Symphonieorchester Vorarlberg
Abo-Konzert 2
Samstag, 19. Oktober 2019, 19.30 Uhr, Montforthaus Feldkirch
Sonntag, 20. Oktober 2019, 19.30 Uhr, Festspielhaus Bregenz
Bruno Weil: Dirigent
Jasmine Choi: Flöte
Robert Schumann: Ouvertüre, Scherzo und Finale, E-Dur op. 52
Carl Reinecke: Flötenkonzert D-Dur op. 283
Joseph Haydn: Symphonie Nr. 31 D-Dur Hob. I:31, „Mit dem Hornsignal“

Weitere Infos zum Konzert:
http://www.sov.at/?p=f0isi1-98jl431j-f1is2j-f3is659j-l1778

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