Wolfram Wiggert aus Löffingen ist bester Energielandwirt

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Wolfram Wiggert aus Löffingen ist bester Energielandwirt

Berlin – Beim diesjährigen CeresAward, der Wahl zum Landwirt des Jahres, wird Wolfram Wiggert aus Löffingen in der Kategorie Energielandwirt zum Sieger gekürt. Den bedeutenden Preis verlieh am Abend des 16. Oktober agrarheute, die führende Fachmedienmarke im Agrarbereich aus dem Hause dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag, auf der „Nacht der Landwirtschaft“ in Berlin.

Wolfram Wiggert (2.v.l.)

Biogas ist nicht gleich Biogas. Wolfram Wiggert vom Haslachhof in Löffingen im Schwarzwald zeigt, wie man daraus eine Erfolgsgeschichte für die Umwelt macht. Unter großem Applaus nahm er am Abend des 16. Oktober die Auszeichnung zum besten Energielandwirt des Jahres entgegen.

„Nachhaltigkeit, traditionelles Wissen und Kreislaufwirtschaft treffen bei unserem Gewinner auf modernste Technik. Modernste Technik, die dazu dient, effizient und ressourcenschonend zu wirtschaften. Dabei ist es ihm wichtig, nicht nur CO2-neutral zu sein, sondern auch noch CO2 über Humusaufbau im Boden zu speichern“, so die Juroren über Wolfram Wiggert.

Timo Jaworr v.l.n.r.: Moderatorin Susanne Schöne, Wolfram Wiggert, Dr. Matthias Baum (R+V Versicherung), Hostess. Quelle: Verantalter

Saubere Sache
Wer auf den Betrieb von Wolfram Wiggert und seiner Frau Eva kommt, meint einen klassischen Biogasbetrieb zu besuchen. Ja, Biogas trägt viel zur Wertschöpfung auf dem Betrieb bei, aber hier ist alles etwas anders – nachhaltiger! Das fängt schon mit der Fruchtfolge an: Luzernegras, Dinkel, Hafer, Einkorn, Grünroggenmais, Getreide-leguminosen-GPS. Das ist eine Fruchtfolge für einen biologisch wirtschaftenden Betrieb. Ein Teil der Fruchtfolge sorgt für den nötigen Stickstoff der Folgefrucht. Der Aufwuchs der Stickstoffsammler wird nicht gemulcht, sondern in der Biogasanlage zu flüssigem Dünger veredelt. Die Biogasanlage hat eine Bemessungsgrenze von 500 kW, ist aber fünffach überbaut, um den Strom immer dann zu liefern, wenn er am meisten gebraucht wird. Damit die Wärme aber den ganzen Tag über für das Nahwärmenetz zur Verfügung steht, landet sie in einem großen Pufferspeicher. Der neueste Schrei: Die Abgasreinigung bei der Biogasanlage. Was bei Dieselmotoren Standard ist, versucht die Familie Wiggert bei der Biogasanlage: Die Abgasreinigung mit einem SCR-Katalysator ist eine der ersten im Land und soll helfen, die Technik serienreif zu bekommen. Die Biogasanlage ist übrigens auch besonders klimaschonend, weil CO2-neutral. Zum Vergleich: Ein Braunkohlewerk benötigt ca. 1 kg CO2/kWh Strom und eine vergleichbare Biogasanlage rund 300 g CO2 /kWh.

Bewerber aus dem gesamten deutschsprachigen Raum
Über 240 Bewerbungen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sind dieses Jahr für den CeresAward eingegangen. 33 von ihnen, drei je Kategorie, hatte die Jury in die Shortlist gewählt. Mit Wolfram Wiggert in der Kategorie Energielandwirt nominiert waren Franz Dorner aus dem österreichischen St. Gertraud sowie Michael Müller aus dem baden-württembergischen Bad Wurzach. Als Juroren in der Kategorie Energielandwirt fungierten Bernd Feuerborn, Fachredakteuer agrarheute, Dr. Matthias Baum, R+V Allgemeine Versicherung AG sowie Bettina Bischof, Agentur für Erneuerbare Energien e.V.

Neben dem Sieg in der Kategorie „Energielandwirt“ brachte Linda Kelly aus Herdwangen zudem den Sieg in der Kategorie „Unternehmerin“ sowie den Gesamtsieg, den Titel „Landwirt des Jahres 2019“, nach Baden-Württemberg.

Quelle: CeresAward 2019

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