Premieren am Theater Konstanz November 2019 bis März 2020

#theaterkonstanz

Premieren am Theater Konstanz November 2019 bis März 2020

Seit 2006 ist Christoph Nix Intendant am Theater Konstanz. Mit dieser Spielzeit sagen er und sein Team Ciao. Präsentiert noch einmal lebendiges Theater. Theater, das aufrüttelt, Fragen stellt, den Finger auf die Wunde legt, bereichert und herausfordert. Theater voller Leidenschaft und Inspiration. Auf dem Spielplan der Spielzeit mit dem Motto BELLA CIAO stehen eigenwillige, politische und unterhaltsame Stücke und Projekte. Einmal mehr zeigt das Theater Konstanz große Geschichten in einer Mischung aus klassischem Theater und neuen Formen. Autoren wie Horváth, Brecht oder Tabori sind ebenso dabei wie Auftragswerke und Bühnenadaptionen lebender Autoren und Autorinnen. Vom Kammerspiel über das klassische Schauspiel, vom Kinder- und Jugendstück bis zum Musical, von der Komödie bis zur Oper ist ein breites Spektrum geboten. Insgesamt stehen elf Uraufführungen auf dem Plan.

Das Schauspiel DIE TAGE DER COMMUNE, das Bertolt Brecht aus historischen Zitate zusammensetzte, zeigt wie Einzelschicksale von den großen politischen Ereignissen durchdrungen werden. Der Aufstand, der insgesamt dreiundsiebzig Tage dauerte, scheiterte letztendlich nicht an seiner Kraft, sondern an einem Mangel von Organisation und Zusammenhalt. So beginnt das Stück als Räuberpistole und endet als Trauerlied über eine gescheiterte Utopie. Es inszeniert Johanna Schall. Premiere: 08.11.2019 im Stadttheater Konstanz

Der togoische Regisseur Ramsès Alfa inszeniert NGUNZA – DER PROPHET, ein Schauspiel von Rafael David Kohn, inspiriert vom Schaffen Simon Kimbangus. Nach vierzig Jahren belgischer Kolonialherrschaft ist die Bevölkerung Kongos massiv geschrumpft. Simon Kimbangu, Prophet und Wunderheiler im Namen des Christentums, ruft zum gewaltlosen Widerstand auf. Er wird zum Tode verurteilt, vom belgischen König zu lebenslanger Haft begnadigt und stirbt nach dreißig Jahren Gefangenschaft. Die Handlung des Stückes, eine Auftragsarbeit des Theater Konstanz, setzt 1921 ein. Charles, ein intellektueller Bantu, und seine Kameraden wollen die Unabhängigkeit des Kongo und schrecken nicht vor bewaffnetem Widerstand zurück. Charles soll einen belgischen Verwalter der Société générale de Belgique ermorden. Am Vortag des geplanten Attentats willigt Charles ein, einer Predigt des Propheten Kimbangu beizuwohnen. Kimbangus Worte bewegen Charles zutiefst. Er beginnt zu zweifeln. Wird er das Attentat begehen? Uraufführung: 17.11.2019 in der Spiegelhalle des Theater Konstanz

DIE BREMER STADTMUSIKANTEN nach den Brüdern Grimm kommen in einer Fassung von Christoph Nix als Familienstück mit Musik (ab 6 Jahre) auf die Bühne, Regie führt Michael Bleiziffer. Auch nach über 200 Jahren gehört das Grimm’sche Märchen über Außenseiter, die sich zusammen tun zu den wundervollsten und tröstlichsten seiner Art – eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und die Macht der Musik. Uraufführung: 24.11.2019 im Stadttheater Konstanz

Atemlos durch die Nacht der Schlager geht es bei HERZRASEN in der Regie von Johannes Nix. Live und in Farbe entführen die Ensemblemitglieder ins Schlagergetriebe. Die Hitparade der ganz besonderen Art lässt auch verloschene Sterne wieder aufblitzen. Uraufführung: 30.11.2019 im Stadttheater Konstanz

Schon die Kleinen ab 3 Jahren kommen beim Familienstück RUDI RAKETE nach dem Kinderbuch von Veronika Fischer in der Regie von Magdalene Schaefer auf ihre Kosten. Wenn Rudi Rakete mal wieder nicht schlafen kann, dann erzählt ihm Prinzessin Moa eine Geschichte. Sie kennt viele davon, denn sie sammelt Abenteuererzählungen. Und da gibt es viel spannendes „Personal“ – vom mehr oder weniger gefürchteten Pirat Käpt’n Schleuder und seinem Hüpfschwein Nuki bis zu Kater Zuckerberg, Albert Guggenmoos und dem Superheldchen. Gemeinsam geht es auf Schatzsuche. Uraufführung: 01.12.2019 in der Werkstatt des Theater Konstanz

Annalena Küspert, die selbst am Bodensee aufgewachsen ist, hat das Auftragswerk AM WASSER geschrieben, Regie führt Nicola Bremer. Das Stück für Jugendliche ab 14 Jahren fordert nicht nur junge Menschen dazu auf, mit wachen Augen in die Umgebung zu schauen. An einem schönen Tag im Mai ist der Bodensee auf einmal schwarz gefärbt und niemand weiß warum. Während die Bürgermeisterin des schönen Örtchens das Tourismusimage wahren will, entdeckt Saliha das schwarze Wasser, abgefüllt in Flaschen, als Beautytrend, der sich übers Internet vermarkten lässt. Hat die Rüstungsindustrie etwas mit der Schwarzfärbung des Wassers zu tun? Uraufführung: 14.12.2019 in der Spiegelhalle des Theater Konstanz

Spiegelhalle Theater Konstanz

Einen Liederabend für alle, die ihr Herz verloren haben – und die, die es noch loswerden wollen, präsentiert Jonas Pätzold: KURZ VOR KUSS – EIN MELANCHOLUSTIGER LIEDERABEND AN 88 TASTEN. Ein Kuss kann der Anfang einer Beziehung sein. Oder das Ende einer Freundschaft. Doch was, wenn man sich nie traut und es immer kurz vor Kuss bleibt? Uraufführung: 31.12.2019 in der Werkstatt des Theater Konstanz

Martin Nimz inszeniert ZWEI TAGE, EINE NACHT nach dem Filmdrama von Jean-Pierre und Luc Dardenne. Das Filmdrama Deux jours, une nuit der belgischen Brüder Dardenne ist die Vorlage für diese Uraufführung in der Bearbeitung von Martin Nimz. “Kollegin” oder “Bonus” – knapper und treffender als Jean-Pierre und Luc Dardenne kann man die wirtschaftliche Krise kaum aufs Menschliche herunterbrechen – ein starkes Votum gegen die Leistungsbesessenheit unserer Arbeitswelt. Uraufführung: 18.1.2020 im Stadttheater Konstanz

Was den Menschen zum Menschen macht, ist die Grundfrage in Theaterstücken des irischen Schriftstellers Samuel Beckett. Mit GLÜCKLICHE TAGE schrieb er Anfang der 1960er Jahre eine Tragikomödie vom Überleben des Menschen durch Anpassung. Außerdem erzählt er die Liebesgeschichte zweier alternder Menschen, die von heiterer Gelassenheit angesichts der Endlichkeit des Menschen geprägt ist. Wolfram Mehring inszeniert Becketts Schauspiel am Theater Konstanz. Premiere: 8.2.2020 in der Spiegelhalle des Theater Konstanz

In einer verrauchten Kneipe im Armenviertel von New Orleans geschieht in den 1920er Jahren etwas Unerhörtes. Die Geschichten und Melodien von Folksongs und Spirituals vereinen sich zu einem neuen aufregenden Rhythmus und Sound. Die Noten tanzen, die Musiker jammen, die Musik scheint außer Rand und Band. Der Jazz ist geboren. Regisseur Mark Zurmühle schickt das Publikum bei WONDERFUL WORLD auf eine musikalische Reise, auf der auch der Kampf um gesellschaftliche Gleichberechtigung beleuchtet wird. Uraufführung: 14.2.2020 im Stadttheater Konstanz

Lorenz Leander Haas führt Regie in STALIN von Gaston Salvatore. Wie fühlt es sich an, plötzlich Grauen und Terror Auge in Auge gegenüberzustehen? Das Gewissen jedes Einzelnen steht auf dem Prüfstand. Aber greifen moralische Kategorien überhaupt noch? Gaston Salvatores Drama erhellt die Vergangenheit und verweist ebenso klar auf unsere Gegenwart. Willkür, Gewalt und Unterdrückung gewinnen immer stärker an Raum, auch in scheinbar demokratischen Gesellschaften. Wie werden wir dieser Herausforderung begegnen? Premiere: 15.2.2020 in der Werkstatt des Theater Konstanz

Von der Einsamkeit der Widerstandskämpfer und der Unmöglichkeit der Revolution: Ignazio Silones Roman WEIN UND BROT betrachtet das Aufeinanderprallen von Kapitalismus und Sozialismus, die großen politischen Ideale der Menschheit und das bittere Scheitern von Träumen. Das Stück WEIN UND BROT konfrontiert über den zeitgeschichtlichen Kontext hinaus mit der Frage nach einem Bezug zur heutigen politischen und gesellschaftlichen Situation: Warum funktioniert Revolution nicht? Oder: wie kann sie womöglich funktionieren? Regie führt Oliver Vorwerk. Uraufführung: 13.3.2020 im Stadttheater Konstanz

Promotion

PROMOTION