Februar-Highlights im Stadttheater Schaffhausen

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Februar-Highlights im Stadttheater Schaffhausen

Der Welterfolg «Kunst» von Yasmina Reza kommt ins Stadttheater! Das Stück begeistert sowohl durch sein Wortwitz, als auch durch die grandiose schauspielerische Leistung. In der Oper «Ariadne auf Naxos» werden zwei Stücke gleichzeitig aufgeführt. Das Aufeinanderprallen dieser unterschiedlichen Werke ist voller Witz und Ironie. Ein ganz normaler Kabarettabend wird es mit Joachim Rittmeyer mit Sicherheit nicht geben, aber wer will das schon?! In seinem neuem Programm «Neue Geheimnische» erweckt er seine legendären Nischenfiguren erneut zum Leben.

Kunst
Komödie von Yasmina Reza – Konzertdirektion Landgraf
Sa 15. FEB, 17:30 Uhr & So 16. FEB, 17:30 Uhr
im Stadttheater Schaffhausen

Marc ist entsetzt: Sein Freund Serge hat sich ein Bild gekauft. Ein Ölgemälde von etwa ein Meter sechzig auf ein Meter zwanzig, ganz in Weiss. Der Untergrund ist weiss, und wenn man die Augen zusammenkneift, kann man feine weisse Querstreifen erkennen. Aber es ist natürlich nicht irgendein Bild, sondern ein echter Antrios. Für 200‘000 geradezu ein Schnäppchen! Serge liebt das Bild. Natürlich erwartet er nicht, dass alle Welt es liebt, aber zumindest von seinem Freund Marc hatte er das erwartet. Marc ist verunsichert. Er zweifelt am Verstand seines Freundes und sucht als Verbündeten den gemeinsamen Freund Yvan. Doch Yvan findet, dass Serge mit seinem Geld machen kann, was er will. Und bald geht es nicht mehr um die grundsätzliche Frage, was Kunst sei, sondern um das Bild, das sich jeder der drei Freunde von den anderen gemacht hat und das nun plötzlich in Frage gestellt ist.

Kunst – Luc Feit, Heinrich Schafmeister, Leonard Lansink. Foto © Jürgen Frahm

Die gefeierte französische Theater­autorin YASMINA REZA schreibt geistreiche Gesellschaftskomödien mit virtuosen, federleichten und dennoch hintergründigen Dialogen. Ihre Stücke gehören zum Besten, was das zeitgenössische Theater zu bieten hat, denn Reza verfügt über ein intuitives Gespür für Themen und Figuren, welche sie genial miteinander verknüpft. Internationale Bekanntheit erhielt Reza mit ihrem Welterfolg «Kunst», in dem sie vor dem Hintergrund eines Streits über ein Kunstwerk das labile Gleichgewicht einer Männerfreundschaft entlarvt. Seit der Uraufführung in Paris im Jahr 1994 konnte das Stück in weltweit über 1‘000 Inszenierungen begeistern.

Ariadne auf Naxos
Oper von Richard Strauss, Libretto von Hugo von Hofmannsthal – Theater Pforzheim
Di 18. FEB, 19:30 Uhr
im Stadttheater Schaffhausen

«Ariadne auf Naxos» lässt den Zuschauer an den Proben einer Opera seria teilhaben, die von den skurrilen Wünschen eines Wiener Neureichen auf den Kopf gestellt werden, in dessen Palast die Aufführung stattfinden soll. Die Stimmung hinter der Bühne prickelt: gleich geht es los, eine Uraufführung steht an. Der Komponist erfährt, dass nach seiner neuen Oper dem Publikum noch ein Tanzspiel zur Aufheiterung gezeigt werden soll. Er ist entsetzt und dann korrigiert der Haushofmeister auch noch: beide Werke müssen aus Zeitgründen gleichzeitig gespielt werden. Während der Tenor versucht aus der Situation für sich einen Vorteil herauszuholen, protestiert die Primadonna dagegen, nun mit einer Tänzerin die Bühne teilen zu müssen. Nur der Musiklehrer schafft es schliesslich alle zu beruhigen und der Vorhang öffnet sich zu einem amüsanten und vielschichtigen Experiment …

RICHARD STRAUSS (1864–1949) und sein Librettist Hugo von Hofmannsthal umkreisen in der 1911 uraufgeführten Oper «Ariadne auf Naxos» die alte Frage, ob die ernsthaften oder die leichten Themen in der Kunst höher einzuschätzen seien. Dabei variieren sie meisterhaft Typen des Künstlermilieus und der Commedia dell ‘arte: hier trauert Ariadne, weil sie von Theseus verlassen wurde und sehnt nur noch den Tod herbei – während sich dort Zerbinetta mit vier Liebhabern amüsiert. Voller Witz und Ironie ist das Aufeinanderprallen dieser unterschiedlichen Liebes- und Lebensauffassungen.

Joachim Rittmeyer: «Neue Geheimnische»
Aktuelles Programm – Kabarett
Do 27. FEB, 19:30 Uhr
im Stadttheater Schaffhausen

Ein ganz normaler Kabarettabend – wenn man so will. Aber wer will das schon bei Rittmeyer? Denn diesmal liegt da einer stumm auf der Bühne. Doch das hindert den Brüter Brauchle, den Freigeist Metzler, den Slaven Jovan und die Saftwurzel Leupi nicht daran, sich auszubreiten – im Gegenteil! Darf ein Manager zur Arbeit mal seinen Hund mitbringen, oder ein Zahnarzt? Auch dann nicht, wenn der ganz brav ist und schläft? Wird kaum gebilligt. Aber das Publikum duldet es (wird es sogar freudig erdulden!), wenn der Kabarettist Joachim Rittmeyer für einmal jemanden mitbringt, der ganz still ist und schläft. In seinem aktuellen Stück «Neue Geheimnische» erweckt Joachim Rittmeyer erneut seine legendären Nischenfiguren Brauchle, Metzler und wie sie alle heissen zum Leben und lässt sie über den Abgründen und Hohlräumen des Alltäglichen balancieren, als wenn dies das Selbstverständlichste der Welt wäre.

JOACHIM RITTMEYER, geboren und aufgewachsen in St. Gallen, ist ein Urgestein der Schweizer Kabarettszene. Nach einer Ausbildung zum Primarlehrer trat er 1974 mit seinem ersten Soloprogramm auf. Für sein Schaffen erhielt er unter anderem den Salzburger Stier, den Cornichon und den Schweizer Kleinkunstpreis. Mit viel Sprachgefühl, wortakrobatischen Fügungen, guten Beobachtungen und absurder Situationskomik fern ab vom banalen Schenkelklopfer zieht er nach wie vor das Publikum in seinen Bann.

Quelle / Mehr Infos unter www.stadttheater-sh.ch

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