Premieren am Theater Konstanz – Februar 2020 bis Mai 2020

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Premieren am Theater Konstanz – Februar 2020 bis Mai 2020

Übersicht von Premieren und Uraufführungen, die von Februar 2020 bis Mai 2020 am Theater Konstanz stattfinden.

Was den Menschen zum Menschen macht, ist die Grundfrage in Theaterstücken des irischen Schriftstellers Samuel Beckett. Mit GLÜCKLICHE TAGE schrieb er Anfang der 1960er Jahre eine Tragikomödie vom Überleben des Menschen durch Anpassung. Außerdem erzählt er die Liebesgeschichte zweier alternder Menschen, die von heiterer Gelassenheit angesichts der Endlichkeit des Menschen geprägt ist. Wolfram Mehring inszeniert Becketts Schauspiel am Theater Konstanz. Premiere: 8.2.2020 in der Spiegelhalle des Theater Konstanz

Regisseur Mark Zurmühle schickt das Publikum bei WONDERFUL WORLD auf eine musikalische Reise, auf der auch die politischen Aspekte der Zeit beleuchtet werden. Erzählt wird die Geschichte des legendären Musikers Louis Satchmo Armstrong, der eine ganze Epoche des Jazz prägte. Dabei war sein Weg zum Erfolg nicht geradlinig. Er begann in den verrauchten Kneipen im Armenviertel von New Orleans, wuchs in bitterer Armut umgeben von Mord, Prostitution und Drogen auf, inmitten des Kampfes um gesellschaftliche Gleichberechtigung. Die Musikalische Leitung obliegt Rudolf Hartmann. Neben den aus etlichen Produktionen am Theater Konstanz bekannten Musikern Frank Denzinger, Benjamin Engel, Thomas Förster, Albert Ketterl und Carlo Schöb ist einer der besten Trompeter Afrikas Terrence Ngassa als „Erscheinung von Louis Armstrong“ an diesem Liederabend mit den Welthits des Jazz zu hören. Ebenfalls mit auf der Konstanzer Theaterbühne ist die international bekannte Jazz-Sängerin Siggy Davis. Uraufführung: 14.2.2020 im Stadttheater Konstanz

Lorenz Leander Haas führt Regie in STALIN von Gaston Salvatore. Wie fühlt es sich an, plötzlich Grauen und Terror Auge in Auge gegenüberzustehen? Das Gewissen jedes Einzelnen steht auf dem Prüfstand. Aber greifen moralische Kategorien überhaupt noch?
Gaston Salvatores Drama erhellt die Vergangenheit und verweist ebenso klar auf unsere Gegenwart. Willkür, Gewalt und Unterdrückung gewinnen immer stärker an Raum, auch in scheinbar demokratischen Gesellschaften. Wie werden wir dieser Herausforderung begegnen?
Premiere: 15.2.2020 in der Werkstatt des Theater Konstanz

Den musikalischen Theatermonolog von Manfred Karge JACKE WIE HOSE präsentiert Anne Simmering in ihrer eigenen Bearbeitung, szenische Einrichtung von Oliver Vorwerk. Eine Frau spielt einen Mann und zwar ihren eigenen – aus nackter Not, um zu überleben. Als Mann schlägt sie sich durch die Weimarer Republik, den Zweiten Weltkrieg, die Nachkriegszeit. Sie erlebt die Teilung Deutschlands und schließlich den Mauerfall – sie erfährt die Zerrissenheit des Landes buchstäblich am eigenen Leib. Was wird aus ihr, aus ihrer Liebe, ihren Hoffnungen und Sehnsüchten? Premiere: 29.2.2020 in der Werkstatt des Theater Konstanz

Von der Einsamkeit der Widerstandskämpfer und der Unmöglichkeit der Revolution: Ignazio Silones Roman WEIN UND BROT betrachtet das Aufeinanderprallen von Kapitalismus und Sozialismus, die großen politischen Ideale der Menschheit und das bittere Scheitern von Träumen. Das Stück WEIN UND BROT konfrontiert über den zeitgeschichtlichen Kontext hinaus mit der Frage nach einem Bezug zur heutigen politischen und gesellschaftlichen Situation: Warum funktioniert Revolution nicht? Oder: Wie kann sie womöglich funktionieren?
Regie führt Oliver Vorwerk. Uraufführung: 13.3.2020 im Stadttheater Konstanz

Theater Konstanz Spiegelhalle. Foto: Ilja Mess

Inspiriert von Alfred Jarrys Drama König Ubu hat der nigerianische Schriftsteller Wole Soyinka eine beißende Satire auf jene Despoten geschrieben, die zwar lauthals die Demokratie beschwören, letztendlich jedoch brutal ihre eigene Herrschaft sichern. Andrej Woron inszeniert, gewohnt bildgewaltig, KÖNIG BAABU als Gleichnis über die Ausbeutung des afrikanischen Kontinents mit Spielerinnen und Spielern aus Malawi, Togo, Burundi und Deutschland. Premiere: 4.4.2020 in der Spiegelhalle des Theater Konstanz

Ulrich Herrmann inszeniert WEISMAN UND ROTGESICHT – Ein jüdischer Western von George Tabori. Weisman hat seiner Frau am Totenbett versprochen, ihre Asche nach New York City zu bringen. Er macht sich mit seiner behinderten Tochter auf den Weg. Sie verirren sich mitten in der Prärie und treffen auf Rotgesicht. Der Konflikt der beiden Außenseiter Weisman und Rotgesicht gipfelt in einem wortgewaltigen und sprachwitzigen Duell mit ungewissem Ausgang. In Taboris ursprünglich als Hörspiel konzipierten Stück, treffen unterdrückte Minderheiten aufeinander und feuern politisch unkorrekte Pointen ab. Premiere: 18.4.2020 in der Werkstatt des Theater Konstanz

Die rasante Verwechslungskomödie DER HIMBEERPFLÜCKER von Fritz Hochwälder entlarvt die Zweckgemeinschaft des Nazi-Klüngels in einem kleinen fiktiven Dorf. Inszenieren wird sie in Konstanz Kay Link. Wie Konrad Steisshäuptl nach dem Krieg zu seinem Reichtum gekommen ist, ist ein wohlgehütetes Geheimnis. In seinem Gasthof „Zum weißen Lamm“ treffen sich die Honoratioren des Dorfes Bad Bräuning: Schuldirektor Huett, Fabrikdirektor Stadlmeier und Doktor Schnopf, um nur einige zu nennen. Sie grüßen sich mit „Heil, die Herren“ und sind sich einig, dass die Zeit des Sieges nur aufgeschoben ist. Als das Gerücht auftaucht der „Himbeerpflücker“, ein berühmt berüchtigter NS-Verbrecher, brauche Asyl und Fluchthilfe, sieht der Club der Alt-Nazis sich in der Pflicht zu helfen. Premiere: 24.4.2020 im Stadttheater Konstanz

Das vor fast 100 Jahren entstandene Ballet Chanté Die 7 Todsünden ist die letzte gemeinsame Arbeit des Erfolgsduos Brecht/Weill aus dem Jahr der faschistischen Machtergreifung 1933 und ironisiert treffend die kleinbürgerliche Doppelmoral jeder Gesellschaft, die bereit ist, für ein bisschen Wohlstand ihre Werte zu opfern. Choreografin Zenta Haerter inszeniert DIE SIEBEN TODSÜNDEN, Ballett mit Gesang von Kurt Weill und Bertolt Brecht. Premiere: 15.5.2020 im Stadttheater Konstanz

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