150 Jahre Rosgartenmuseum Konstanz – Biografie des Museums

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150 Jahre Rosgartenmuseum Konstanz – Zur Jubiläumsausstellung „Schätze des Südens“ präsentiert Tobias Engelsing mit „Leiners Erben“ die Biografie des Museums in Bild und Text

150 Jahre Rosgartenmuseum Konstanz – Biografie des Museums

Das 1870 gegründete Rosgartenmuseum ist heute eines der bedeutendsten kunst- und kulturhistorischen Museen im Bodenseeraum. Die Höhepunkte seiner beeindruckenden Sammlung präsentiert jetzt die große Jubiläumsausstellung „Schätze des Südens – Kunst aus 1000 Jahren“: Gemälde und Skulpturen süddeutscher Meister, frühe Buchkunst, Glas-, Gold- und Silberarbeiten und historische Zeugnisse der Region. Die Historie des Museums zeichnet dazu der Begleitband „Leiners Erben. Biografie eines Museums“ nach. Darin erzählt der Museumsdirektor und Historiker Tobias Engelsing spannend sowohl vom Kampf einer kunstsinnigen Familie als auch ein wesentliches Kapitel der Kulturgeschichte des Bodenseeraums. Das reich bebilderte Buch ist am 13. Juli 2020 im Südverlag erschienen.

Tobias Engelsing
Leiners Erben
Biografie eines Museums
248 Seiten, ca. 250 Abbildungen, Hardcover.
Südverlag
ISBN 978-3-87800-134-8
€ 24,90
Erschienen am 13. Juli 2020


Fortschrittsgeist und Optimismus veränderten Konstanz Mitte des 19. Jahrhunderts rasant. Auch Ludwig Leiner, vom Beruf her Apotheker, ließ sich vom Liberalismus mitreißen. Doch die Zerstörung mittelalterlicher Bau- und Kunstwerke wollte er nicht mitansehen. Auf Leiterwagen rettete er gotische Skulpturen, sakrale Tafelbilder und andere Objekte vor der Vernichtung. In einem leer stehenden Zunfthaus, dem „Rosgarten“, eröffnete er schließlich seine „Alterthumshalle“, die bald für Aufsehen sorgte. Selbst ein Fälschungsskandal konnte dem wachsenden Ruf des Museums nicht nachhaltig schaden.

Nach Leiners Tod 1901 blieb das Rosgartenmuseum noch über drei Generationen in der Hand seiner Erben. Die Familie trug weitere Kunstschätze zusammen und führte ihr Haus durch die Kriege, die Inflation und die nationalsozialistische Diktatur. Die Letzte der Leiners, Sigrid von Blanckenhagen, traf Tobias Engelsing noch persönlich. 36 Jahre später trat er in ihre Fußstapfen. Sein Museumsporträt blickt am Ende auch in die Zukunft. Neben der Bewahrung des kulturellen Erbes hält er als Direktor den Bildungsauftrag hoch: „Wir wollen spielerisch das Gespür für Schönheit schärfen, zur Reflexion über vergangene und die eigene Zeit anregen, zur Skepsis gegenüber absoluten Wahrheiten ermutigen, für die Freiheit streiten…“

Über den Autor
Dr. Tobias Engelsing studierte Geschichte, Rechtswissenschaft und Politik an der Universität Konstanz und war von 1992 bis 2006 Redaktionsleiter bei der Tageszeitung Südkurier. Seit 2007 ist er Direktor der Städtischen Museen Konstanz. Zudem ist er als Lehrbeauftragter der Universität Konstanz im Fachbereich Geschichte tätig. Neben zahlreichen Publikationen zur Geschichte der Bodenseeregion veröffentlicht er regelmäßige journalistische Texte in deutschen und Schweizer Zeitungen, darunter DIE ZEIT.

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