Winterthur – Kulturperle der Schweiz

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Winterthur – Kulturperle der Schweiz

Blick auf Caspar David Friedrichs “Kreidefelsen auf Rügen” (c) Kunst Museum Winterthur
Winterthur überrascht mit einem vielfältigen Kulturangebot. Die 16 Museen, 9 Theater und der dichte Kulturkalender werden von Einheimischen und Besuchern gleichermaßen geschätzt. In den Museen finden sich weltberühmte Gemäldesammlungen einflussreicher und wohlhabender Familien wieder. Schon allein Caspar David Friedrichs „Kreidefelsen auf Rügen“ im Kunst Museum Winterthur ist eine Reise wert. Dass sich hier weitere Meisterwerke der europäischen Moderne befinden, macht die sechstgrößte Stadt der Schweiz zu einer wahren Kulturperle.

Kunst Museum Winterthur
Das Kunst Museum Winterthur | Reinhart am Stadtgarten beheimatete früher das Gebäude der Stiftung Oskar Reinhart. Eröffnet 1951, stellte es damals das erste private Museum der Schweiz dar. Der Sammler und Mäzen Oskar Reinhart (1885–1965) baute zeitlebens eine umfangreiche Kunstsammlung auf. Mit der Wiederentdeckung der deutschen Kunst nach der Jahrhundertwende begann Oskar Reinhart damit, neben Schweizer auch deutsche und österreichische Kunst gezielt zu erwerben – unter anderem auch Caspar David Friedrichs „Kreidefelsen auf Rügen“. Die umfassenden und einzigartigen Werkgruppen insbesondere der Frühromantik und des Realismus sind permanent ausgestellt. Ebenfalls zu erleben sind niederländische Meister des Goldenen Zeitalters aus der Stiftung Jakob Briner und eine Auswahl aus einem umfangreichen Konvolut an Porträtminiaturen aus den Sammlungen Kern, die in wechselnden Ausstellungen präsentiert werden. Im Gegensatz dazu ist Oskar Reinharts Villa heute im Besitz der Eidgenossenschaft. Als Sammlung Oskar Reinhart „Am Römerholz“ beherbergt sie eine Kollektion von Altmeistern sowie französischer Impressionisten.

Vom 3. Oktober 2020 bis 21. Februar 2021 können Kunstinteressierte im Kunst Museum | Reinhart am Stadtgarten die Sammlung von Richard Bühler „Modernité – Renoir, Bonnard, Vallotton“ besichtigen. Richard Bühler (1879–1967) wurde als Sohn eines Textilfabrikanten in Winterthur geboren. Nach ausgedehnten Bildungsreisen übernahm er das Familienunternehmen, widmete sich zugleich der modernen, besonders französischen Kunst. Gemeinsam mit seiner Cousine Hedy Hahnloser-Bühler erwarb er umfangreiche Werkgruppen französischer Meister wie Odilon Redon (1840 – 1916), Pierre Bonnard (1867 – 1947) und Félix Vallotton (1865 – 1925). Richard Bühlers Sammeln war geprägt von einem Verständnis für eine moderne, aus der Farbe heraus entwickelte Malerei, deren Ziel nicht primär die Wiedergabe der Wirklichkeit war. Das Bild wurde vielmehr als autonome Schöpfung neu bestimmt. www.kmw.ch

Blick auf Caspar David Friedrichs “Kreidefelsen auf Rügen”. Fotograf / Quelle (c) Kunst Museum Winterthur

Fotozentrum
Mit dem Fotomuseum und der Fotostiftung Schweiz verfügt Winterthur über ein Kompetenzzentrum für Fotografie, das international zu den renommiertesten gehört. Die beiden unabhängigen Institutionen verfolgen in dem gemeinsam geführten Fotozentrum unterschiedliche Ziele: Das Fotomuseum präsentiert in erster Linie internationales, zeitgenössisches Fotoschaffen und Meister der Fotografiegeschichte, die Fotostiftung Schweiz engagiert sich vor allem im Bereich des „patrimoine photographique“.

Vom 12. September 2020 bis 10. Januar 2021 findet in der Fotostiftung Schweiz die Ausstellung Robert Frank – Memories statt. Der im letzten Jahr verstorbene Robert Frank zählt zu den bedeutendsten Fotografen unserer Zeit. Im Zentrum der Ausstellung steht die erzählerische Kraft seiner Bildsprache, die sich gegen alle Konventionen entwickelte und erst dann internationale Anerkennung erfuhr, als sich Frank bereits von der Fotografie verabschiedet und dem Medium Film zugewandt hatte. Sein 1958 zuerst in Paris und im Jahr darauf in New York erschienener Fotoband „The Americans“ ist vielleicht das einflussreichste Buch der Fotogeschichte. Als eine Art fotografisches Roadmovie entwirft es ein düsteres Gesellschaftsporträt, das damals ganz Amerika aufwühlte. Sein persönlicher, zwischen Dokumentation und subjektivem Ausdruck changierender Stil veränderte die Nachkriegsfotografie radikal.

Die Fotostiftung Schweiz verfügt über eine Kollektion von kaum bekannten Arbeiten, an denen sich die Verfestigung von Franks subjektivem Stil nachvollziehen lässt. Neben Essays aus der Schweiz und Europa umfasst sie auch Werke aus den USA der frühen 1950er Jahre, die den bekannten Klassikern ebenbürtig sind, aber aus editorischen Gründen unpubliziert blieben. Die Ausstellung wird mit Leihgaben des Fotomuseum Winterthur ergänzt und von einer Präsentation der Bücher und Filme begleitet, die der Verleger Gerhard Steidl während mehr als 15 Jahren mit Robert Frank herausgegeben hat. www.fotostiftung.ch

Das Fotomuseum zeigt vom 12. September 2020 bis 10. Januar 2021 die Ausstellung Street. Life. Photography. Die Ausstellung präsentiert eines der spannungsvollsten Themen der Fotografie des 20. und 21. Jahrhunderts: Die Street Photography. Dabei werden zeitgenössische Arbeiten wie auch Klassiker der Street Photography der letzten sieben Jahrzehnte gezeigt. Die parallel gestaltete Präsentation historischer und zeitgenössischer Positionen ermöglicht es, entscheidende ästhetische Entwicklungen innerhalb der Street Photography zu verfolgen. In sieben kaleidoskopartig angelegten Kapiteln werden zentrale Themenfelder der Street Photography beleuchtet – Street Life, Crashes, Public Transfer, Urban Space, Lines and Signs, Anonymity und Alienation – wobei neu erstellte Kontexte verblüffende, manchmal kuriose Zusammenhänge eröffnen. www.fotomuseum.ch

Museumspass Winterthur
In Winterthur wartet eines der dichtesten und vielfältigsten Kunst- und Kulturangebote der Schweiz. Der Museumspass ist der Schlüssel zu allen Sammlungen und Wechselausstellungen und ermöglicht freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt und dem Winterthurer Museumsbus. Inbegriffen beim 1-Tagespass (28 Schweizer Franken, rund 26 Euro) sind rund 15 Museen, beim 2-Tagespass (44 Schweizer Franken, rund 41 Euro) ist zusätzlich das Swiss Science Center Technorama mit dabei. Die Museumspässe können vor Ort, in der Tourist Information im Hauptbahnhof Winterthur oder bequem auf www.museumsstadt.ch gebucht werden. Auch Familien sind herzlich willkommen: Kinder bis 16 Jahre erhalten kostenlos Zutritt zu fast allen Museen.

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