“Weihnachten & Krippen” im Landesmuseum Zürich

#Weihnachten #Krippenausstellung

“Weihnachten & Krippen” im Landesmuseum Zürich

Die Weihnachtsausstellung gehört seit Jahren fest zum Programm des Landesmuseums. In diesem Winter liegt der Fokus auf Krippen aus der Schweiz.

Die Geburt von Jesus wird in der Schweiz seit dem 17. Jahrhundert mit Krippenfiguren dargestellt. Dabei verwendete man ganz unterschiedliche Materialien: von Wachs über Stoff bis zu Ton. Im 17. und 18. Jahrhundert fanden sich die Figuren vorwiegend bei reichen Familien, da sie von Hand und einzeln gefertigt wurden und daher teuer waren. Erst mit einer steigenden Produktion von Krippen aus Papier Ende des 19. Jahrhunderts stieg die Verbreitung in weiteren Kreisen der Bevölkerung, da solche Objekte kostengünstiger waren. Diese Papierkrippen waren sehr beliebt und einfach auf- und abzubauen. Sie wurden deshalb später im Volksmund auch «Faulenzerkrippen» genannt.

Maria mit Jesuskind und Hirt, Ildefons Curiger (1782–1841), um 1820, Einsiedeln SZ, Ton gebrannt, monochrom gefasst. Leihgabe Kloster Einsiedeln, Kunstsammlung
In den Werkstätten der «Einsiedler Kleinplastiker» entstehen Anfang 19. Jahrhundert Gruppen aus gebranntem Ton.
Copyright: Schweizerisches Nationalmuseum

In der diesjährigen Weihnachtsausstellung werden rund 25 Krippen aus der Schweiz gezeigt. Einer der Schwerpunkte liegt in Anlehnung an die letztjährige Ausstellung über Nonnen auf Objekten aus Frauenklöstern. Ergänzt werden die Krippen von historischen Adventskalendern. Sie wurden oft von bekannten Kinderbuchillustratorinnen und –illustratoren gestaltet. Die Auswahl reicht vom frühesten Exemplar mit kindlichen Bildern, erfunden von Gerhard Lang und Ernst Kepler Anfang des 20. Jahrhunderts, über den ersten gefüllten Kalender, entworfen von Dora Baum, bis hin zu aktuellen Exemplaren.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm für Familien begleitet. Kinder können im Museum Bücher lesen, die Weihnachtsgeschichte anhören, Geschenke basteln oder mit einer Laterne durch die Räume wandern.

Schweizerisches Nationalmuseum
Landesmuseum Zürich
www.nationalmuseum.ch

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