Ausstellung HELMUT STURM. SPIELFELDER DER WIRKLICHKEIT im Kunstmuseum Ravensburg

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HELMUT STURM. SPIELFELDER DER WIRKLICHKEIT
4. September bis 1. November 2021

Ausstellung HELMUT STURM. SPIELFELDER DER WIRKLICHKEIT im Kunstmuseum Ravensburg

Die retrospektive Ausstellung gibt erstmals einen umfassenden Einblick in das facettenreiche Werk des Malers Helmut Sturm (1932–2008) und beleuchtet seine verschiedenen Schaffensphasen von Ende der 1950er-Jahre bis zu seinem Tod. Als Mitbegründer der Künstlergruppe ›SPUR‹, eine der ersten Avantgardebewegungen im Nachkriegsdeutschland, trägt er maßgeblich zur künstlerischen Aufbruchsstimmung der 1960er-Jahre bei. Die farbmächtigen Arbeiten des deutschen Malers sind bedeutende Zeugnisse einer expressiven Malerei, die Abstraktion und Figuration souverän vereint. Die Ausstellung und ein umfangreicher Katalog entstanden in enger Kooperation mit der Kunsthalle Emden und dem Museum Lothar Fischer. Sowohl die Sammlung Selinka des Kunstmuseums Ravensburg wie die Sammlungen der Kooperationspartner umfassen wichtige Arbeiten von Helmut Sturm.

Erstmals bietet die retrospektive Ausstellung einen umfassenden Einblick in das facettenreiche Werk des Malers Helmut Sturm (1932–2008, D) und beleuchtet seine verschiedenen Schaffensphasen von Ende der 1950er-Jahre bis zu seinem Tod. Sein kraftvolles farbmächtiges Œuvre kennzeichnet zeitlebens ein offener, dynamischer Malprozess sowie die freie Verbindung von Gegenständlichem und Abstraktem. Die Ausstellung und ein umfangreicher Katalog entstanden in enger Kooperation mit der Kunsthalle Emden und dem Museum Lothar Fischer sowie in Zusammenarbeit mit dem Nachlass Helmut Sturm. Sowohl die Sammlung Selinka des Kunstmuseums Ravensburg wie auch die Sammlungen der Kooperationspartner umfassen zentrale Arbeiten von Sturm.

Helmut Sturm, Ohne Titel, um 1975, Öl auf Leinwand, 100 x 110 cm, Archiv Helmut Sturm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021,
Foto: Andreas Sturm, München

Als Mitbegründer der Künstlergruppe SPUR (1957–1965), eine der ersten Avantgardebewegungen im Nachkriegsdeutschland, trägt Sturm maßgeblich zur künstlerischen Aufbruchstimmung der 1960er-Jahre bei. In den fünf Jahrzehnten seines Schaffens gehörte der langjährige Professor an der Kunstakademie München (1985–1998) ebenfalls zu den zentralen Akteuren der Künstlergemeinschaften SPUR WIR, GEFLECHT und KOLLEKTIV HERZOGSTRASSE und war für kurze Zeit eng mit der Situationistischen Internationale verbunden. Getragen von Neugier, Experimentierfreudigkeit und Idealismus hat sich Helmut Sturm – sowohl im intensiven Austausch mit anderen Künstler:innen wie im einsamen Dialog mit der Leinwand – die permanente Befragung seiner Malerei zur Lebensaufgabe gemacht. Die Leinwand verstand Sturm als ein »räumlich bewegtes Spielfeld«, in dem sich Geschlossenheit und Expansion, Konstruktion und spontaner Gestus mit »allerlei Gerümpel aus der Spielzeugkiste der Wirklichkeit« verbinden.

Die Ausstellung von Helmut Sturm umfasst die Filmcollage »Situationistisch sein« (2017) von Felix Boekamp (* 1977, CH), eine fragmentarische Annäherung an Helmut Sturms Werk und an die Situationistische Internationale. Im Sammlungsraum im Erdgeschoss gibt das filmische Porträt »Gruppe SPUR – Die Maler der Zukunft!« (2019) von Sabine Zimmer einen einzigartigen Einblick in das malerische und gesellschaftspolitische Wirken der Künstlergruppe SPUR (1957–1965). Eine umfangreiche Präsentation der sieben SPUR-Zeitschriften (1960/61) komplettiert das Verständnis der Gedankenwelt dieser Avantgardebewegung.

Quelle / Mehr Infos:
Kunstmuseum Ravensburg
www.kunstmuseum-ravensburg.de

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