Kunstmuseum Ravensburg: Jahresprogramm 2022

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Kunstmuseum Ravensburg: Jahresprogramm 2022

Kurze Übersicht über die Veranstaltungen im ersten Halbjahr und weiterer Ausblick

BIS 20. FEBRUAR 2022
MAX ERNST. ZWISCHENWELTEN (1. OG)
CAROLINE ACHAINTRE. SHIFTINGS (2. OG)
SAMMLUNG SELINKA. COBRA (EG)
Max Ernst (1891–1976) gehört zu den großen Formverwandlern und geistigen Erneuerern in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Zeitlebens war sein Werk von intellektueller Neugier, unbändiger Experimentierfreude und der Lust an spielerischer Verwandlung geprägt. Als früher Protagonist des Dadaismus, Mitbegründer des Surrealismus und fortwährender Erfinder neuer künstlerischer Techniken schuf er ein einzigartiges Oeuvre, das sich souverän auf dem »Grenzgebiet zwischen Innen- und Außenwelt« bewegt. Mit über 50 Arbeiten, vorrangig aus der Sammlung Wilfried und Gisela Fitting des Kunstmuseums Bonn, schlägt die Werkschau einen Bogen von den Anfängen bis zum Spätwerk, setzt einen Schwerpunkt bei den 1920er- und 1950er-Jahren und lädt die Besucher ein, in die fantasievollen Bildwelten von Max Ernst einzutauchen.

12. MÄRZ BIS 26. JUNI 2022
JAQUELINE DE JONG: THE ULTIMATE KISS (1./2. OG)
Die niederländische Künstlerin Jacqueline de Jong (* 1939) zählt zu den wichtigsten Künstlerinnen der europäischen Nachkriegsavantgarde. Die im internationalen Zusammenschluss umgesetzte, erste museale Einzelausstellung de Jongs in Deutschland gibt Einblick in ihr kraftvolles malerisches Œuvre und ihre unbeugsame aktivistische Haltung, von den Anfängen in den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart. Jacqueline de Jong hat Avantgarde-Netzwerken wie der Situationistischen Internationale eine der wenigen weiblichen Stimmen verliehen und stand im engen Austausch mit Künstlern der Gruppe SPUR und ehemaligen Mitgliedern der Künstlergruppe CoBrA, die einen Schwerpunkt der Sammlung Selinka des Kunstmuseums Ravensburg bilden.

Ihre Rolle in der Situationistischen Internationale prägte de Jongs Anfangszeit im Paris der 1960er-Jahre, wo sie aktiv an den Studentenprotesten vom Mai 1968 beteiligt war. Bereits parallel zu ihrer Arbeit als Herausgeberin und Gestalterin der legendären Zeitschrift ›The Situationist Times‹ (1962–1967) entwickelte de Jong eine malerische Praxis, die von einer spielerisch-provokanten Auseinandersetzung mit Gewalt und Erotik gekennzeichnet und von Humor durchdrungen ist. Im Laufe ihrer sechs Jahrzehnte umspannenden Karriere verweigert sie sich jeglicher statischen Etikettierung und gestaltet ein rebellisches malerisches, druckgrafisches und skulpturales Œuvre. Jacqueline de Jongs Arbeiten thematisieren ebenso erzählerische Sequenzen zeitgenössischen Lebens wie gesellschaftspolitische Konflikte und vereinen das Menschliche mit dem Monströsen, die Tragödie mit der Komödie.

Jacqueline de Jong, Chemin Perdu de la Chasse Frustée, 1987, Öl auf Leinwand, 190 x 290 cm, Privatsammlung London, Foto: Gert-Jan van Rooij

16. JULI BIS 30. OKTOBER 2022
MUSTERUNG. POP UND POLITIK IN DER ZEITGENÖSSISCHEN KUNST (1./2. OG)

19. NOVEMBER 2022 BIS 19. FEBRUAR 2023
CARL LOHSE. EIN MALER DES EXPRESSIONISMUS (1.OG)

19. NOVEMBER 2022 BIS 18. JUNI 2023
VON ANGESICHT ZU ANGESICHT. ZWEI SÜDDEUTSCHE SAMMLUNGEN IM DIALOG (2.OG)

KUNSTMUSEUM RAVENSBURG
Das Kunstmuseum Ravensburg wurde 2013 eröffnet und ist das weltweit erste zertifizierte Museum in Passivhaus-Bauweise. Das von dem Stuttgarter Architekturbüro Lederer + Ragnarsdóttir + Oei entworfene Museum wurde unter anderem mit dem Deutschen Architekturpreis 2013 ausgezeichnet und erhielt durch die internationale Vereinigung der Kunstkritiker (AICA) die Auszeichnung »Museum des Jahres 2015«. Fundament des Museums ist die Sammlung Selinka. Die Sammlung umfasst Arbeiten des deutschen Expressionismus sowie der Künstlergruppen CoBrA und SPUR und ergänzt das Wechselausstellungsprogramm zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

KUNSTMUSEUM RAVENSBURG
www.kunstmuseum-ravensburg.de

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