Kloster Schussenried: Prunkvolle Buch-Leidenschaft hinter alten Klostermauern

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9. August ist der Tag der Buchliebhaber

Kloster Schussenried: Prunkvolle Buch-Leidenschaft hinter alten Klostermauern

Der 9. August ist der Tag der Buchliebhaber. Den wohl schönsten Bibliothekssaal Süddeutschlands finden Bücherfreunde im Kloster Schussenried: Der prächtige Raum mit seinen eindrucksvollen Gemälden und Kunstwerken verdeutlicht den festen Glauben der Prämonstratenser – und ihre Leidenschaft für Bücher. Damit passt der Bibliothekssaal ausgezeichnet zum Themenjahr der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg „Liebe, Lust, Leidenschaft“.

TAG DER BUCHLIEBHABER
Bücherfreunde aufgepasst: Am Dienstag, 9. August, ist der Tag der Buchliebhaber – eine tolle Gelegenheit, mehr über andere buchbegeisterte Menschen und über die Orte, an denen Bücher aufbewahrt werden, zu erfahren. Bei einem Ausflug in das Kloster Schussenried an der oberschwäbischen Barockstraße lässt sich beides ideal vereinen: Das Kloster verfügt über den wohl schönsten barocken Bibliothekssaal Süddeutschlands – zudem waren die Prämonstratenser von Schussenried ausgesprochene Buchliebhaber und leidenschaftliche Büchersammler.

EIN JUWEL DES ROKOKO
Kloster Schussenried zählt zu den Höhepunkten entlang der etwa 380 Kilometer langen oberschwäbischen Barockstraße. 1183 war es vom Prämonstratenserorden gegründet worden. Im 18. Jahrhundert erlebte Kloster Schussenried eine Blütezeit: Dabei entstand im Zentrum des Klosters der Bibliotheksaal im Stil des Rokoko. Ein wahres Meisterwerk: Reich verzierte Säulen tragen die Galerie des zweigeschossigen Saals. Fein gearbeitete Skulpturen bevölkern den hellen, lichtdurchfluteten Raum. Riesige Bücherschränke säumen die Wände. Das große, farbenfrohe Deckenfresko setzt besondere Akzente: Es zeigt den Weg der Kirche durch die Jahrhunderte und feiert sowohl die Wissenschaft als auch die göttliche Weisheit, die über allem thront. Der Maler Franz Georg Hermann und der Bildhauer Fidelis Sporer erschufen in Schussenried ein Juwel des Rokoko.

Bad Schussenried. Foto © SSG / Guenther Bayerl

LEIDENSCHAFT FÜR BÜCHER
Für die Klostergemeinschaft war der Bibliothekssaal mehr als reine Zierde. Im 18. Jahrhundert zeigten sich die großen Orden mit Vorliebe als forschende, lehrende und studierende Institutionen. In ihren Bibliotheken sammelten sie mit Leidenschaft wertvolle Schriften und aktuelle Forschungsliteratur. Theologie und Wissenschaft war kein Widerspruch – Klosterbibliotheken waren Festsäle des Wissens. Die wissbegierigen Prämonstratenser von Schussenried konnten hier in Ruhe ihre Bücher wälzen: Hinter den unteren Türen der Bücherschränke versteckten sich ausklappbare Lesespulte.

EIN NOCH IMMER PRÄCHTIGER BIBLIOTHEKSSAAL
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden zahlreiche Klöster in ganz Deutschland aufgehoben und enteignet – so auch Kloster Schussenried. Nach und nach wurde der Kirchenschatz konfisziert und die kostbaren Bücher verschleudert. Der kunstvolle Bibliothekssaal selbst ist aber in all seiner Pracht vollständig erhalten. Am Tag der Buchliebhaber hat Kloster Schussenried zwischen 10.00 und 13.00 Uhr und zwischen 14.00 und 17.00 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

Quelle / Mehr Infos:
www.kloster-schussenried.de
www.schloesser-und-gaerten.de

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