Bodensee-Tatort klingt 2016 aus

Der Bodensee-Tatort des Südwestrundfunks (SWR) mit Eva Mattes als Hauptkommissarin Klara Blum und Sebastian Bezzel als Hauptkommissar Kai Perlmann wird auslaufen. SWR-Fernsehdirektor Christoph Hauser: “Wir haben mit Eva Mattes und Sebastian Bezzel die Entscheidung getroffen, den Bodensee-Tatort im übernächsten Jahr ausklingen zu lassen. Nach vierzehn erfolgreichen gemeinsamen Jahren der beiden großartigen Schauspieler und des Senders mit dem Tatort aus Konstanz werden wir uns dann von ihm verabschieden. Unser Fahrplan für die nächste Zeit sieht außer den beiden bereits abgedrehten Episoden noch zwei weitere vor, die 2015 gedreht und 2016 ausgestrahlt werden. Wir haben das mit großem zeitlichem Vorlauf beschlossen, weil die Schauspieler sich jetzt in ihren Planungen darauf einstellen können. Und auch wir haben genügend Zeit, uns über die Entwicklung des Tatorts Gedanken zu machen.”

SWR-Fernsehfilmchefin Martina Zöllner: “Wir haben verschiedene Möglichkeiten durchgespielt, den Blum-Tatort weiterzuentwickeln. Schließlich erschien uns die Entwicklung eines neuen ‘Tatorts’ einfach richtiger. Bis es soweit ist, wird es aber noch einige starke Blum-Tatorte geben.”

Eva Mattes: “Ich mag meine Klara Blum sehr gerne und bin eng mit ihr verbunden, zumal ich wunderbare Partner beim Tatort habe, mit denen ich immer wieder sehr gerne zusammen spiele. Es ist aber an der Zeit, vom Ermitteln Abschied zu nehmen und wieder Neues zu erobern. Wir werden noch zwei Filme drehen, das heißt noch mindestens zwei Leichen erleben und wie gewohnt gekonnt und motiviert ermitteln.”
Sebastian Bezzel: “Sehr schade, aber besser so. Ich danke dem SWR und Eva Mattes.”

Hauptkommissarin Klara Blum ermittelt seit 2002 in Konstanz, seit 2004 gemeinsam mit Hauptkommissar Kai Perlmann. Zum Konstanzer Team gehören außerdem Benjamin Morik als Gerichtsmediziner Wemut und Justine Hauer als Kriminalassistentin Beckchen. Der Bodensee-Tatort war in den letzten Jahren sehr erfolgreich beim Publikum, mit Quoten zwischen neun und über zehn Millionen Zuschauern. Seit 2008 gibt es eine grenzüberschreitende Tatort-Zusammenarbeit mit dem Kanton Thurgau. Insgesamt sind bisher sieben Koproduktionen mit dem Schweizer Fernsehen entstanden, in denen seit 2012 Roland Koch den Hauptmann Matteo Lüthi spielt. Auch der nächste Bodensee-Tatort “Château Mort”, der am Sonntag, 8.2.2015 ausgestrahlt wird, ist ein deutsch-Schweizer Einsatz.

Quelle: SWR

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Eine Antwort zu Bodensee-Tatort klingt 2016 aus

  1. Nach Tatort-Aus: OB Burchardt für Forsetzung der Krimis aus Konstanz
    In einem Brief an den Fernsehdirektor Dr. Christoph Hauser vom Südwestdeutschen Rundfunk betont der Oberbürgermeister, dass das Potential für einen Tatort aus Konstanz noch lange nicht ausgeschöpft sei. Im Gegenteil: Er möchte den Fernsehsender vom Weitermachen überzeugen.

    In dem Schreiben bedauert OB Uli Burchardt die Entscheidung, den Tatort aus Konstanz 2016 einzustellen, ausdrücklich: „Der angekündigte Abschied der beiden TV-Kommissare Klara Blum und Kai Perlmann sollte meines Erachtens nicht zwangsläufig das generelle Aus für den Bodensee-Tatort bedeuten. Die hohen Einschaltquoten sprechen hier eine deutliche Sprache. Eingebettet in eine schöne Landschaft und die mittelalterliche Altstadt direkt am See sei der Konstanz-Tatort eine unverwechselbare Kulisse für Spannung und Unterhaltung, die bei einem Millionen-Publikum gut ankomme, so der Oberbürgermeister.

    „Wie vielen KonstanzerInnen liegt mir der Tatort aus meiner Heimatstadt besonders am Herzen. Zugleich bin ich der festen Überzeugung, dass das Potential für einen Tatort aus Konstanz noch lange nicht ausgeschöpft ist“, schreibt OB Burchardt. Im Gegenteil: Als mittelalterliche Stadt mit Historie schlummere es in den Konstanzer Gassen nur so von spannenden Geschichten. Die Vierländerregion biete aus kriminalistischer Sicht zusätzlich einen schier unerschöpflichen Fundus für grenzüberschreitende Kriminalfälle.
    Deshalb will Burchardt den SWR gerne von den noch unentdeckten Konstanzer Tatort-Potentialen in einem persönlichen Gespräch überzeugen und sagte dem Fernsehsender jegliche Unterstützung zu.

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